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Erst kassieren, dann attackieren: Angriff der Chemie-Lobby auf den EU-Emissionshandel
Germany🏛️ PolitikMittevor 11 Tagen

Erst kassieren, dann attackieren: Angriff der Chemie-Lobby auf den EU-Emissionshandel

Die Europäische Kommission bereitet sich darauf vor, über Reformen des Europäischen Emissionshandelssystems (European Emissions Trading System, ETS) zu entscheiden, das wichtigste Klimaschutzinstrument der EU. Lobbyisten der chemischen Industrie, große Unternehmen und Handelsverbände drängen darauf, das System zu schwächen, was die Klimaziele untergraben und Unternehmen, die bereits in die Klimaneutralität investieren, benachteiligen könnte. Interne Dokumente, die CORRECTIV erhalten hat, zeigen, dass Vertreter der chemischen Industrie aktiv für die Neugestaltung des ETS tätig sind, einschließlich der Forderung nach seiner Abschaffung. Diese Bemühungen werden von Teilen der deutschen Bundesregierung unterstützt, insbesondere von einigen hochrangigen CDU-Politikern, die sich von der Verteidigung des ETS als marktbasiertem Instrument in Richtung Klimaneutralität abgewandelt haben.

Die Europäische Kommission steht vor einer entscheidenden Entscheidung über die Zukunft des wichtigsten Klimaschutzinstruments der Europäischen Union: des Europäischen Systems für den Emissionshandel (ETS). Dieses System, das für die Klimapolitik der EU von zentraler Bedeutung ist, steht derzeit unter intensiver Kontrolle, da mächtige Lobbyisten der chemischen Industrie Reformen fordern, die seine Wirksamkeit schwächen könnten. Der Konflikt erstreckt sich über mehrere Ebenen, an denen nicht nur Umweltorganisationen, sondern auch Unternehmen, die politische Opposition und sogar Teile der deutschen Regierung beteiligt sind. Auf dem Spiel steht das Gleichgewicht zwischen industriellen Interessen und globalen Klimaschutzziele.

Die Debatte über die ETS-Reform dauert seit Monaten an, wobei sowohl in Brüssel als auch in Berlin erhebliche Lobbyarbeit betrieben wird. Interne Dokumente, die CORRECTIV exklusiv zugänglich gemacht haben, zeigen, wie Vertreter der chemischen Industrie aktiv daran gearbeitet haben, die Richtung der Reform zu beeinflussen. Diese Bemühungen umfassen Treffen mit hochrangigen Beamten innerhalb der Europäischen Kommission und Gespräche mit Politikern, die ihre Sache unterstützen könnten.

Derzeit funktioniert das ETS nach dem Prinzip, dass Unternehmen, die weniger Kohlendioxid emittieren, weniger bezahlen, während Unternehmen, die mehr emittieren, höhere Kosten haben. Dieser Mechanismus ermutigt die Branchen, die Emissionen zu reduzieren, indem er dies wirtschaftlich vorteilhaft macht. Dieses Grundprinzip ist jedoch jetzt bedroht, insbesondere durch die chemische Industrie. Branchenführer argumentieren, dass die bevorstehenden Reformen ihnen eine übermäßige finanzielle Belastung auferlegen würden, insbesondere wenn sie international konkurrieren. Sie fordern erhebliche Erleichterungsmaßnahmen, einschließlich der Aussetzung der geplanten Reduktionen der kostenlosen Emissionszertifikate und Verzögerungen bei der Anpassung der Benchmark.

Der Europäische Rat für die chemische Industrie (European Chemical Industry Council, CEFIC) ist die größte Dachorganisation des chemischen Sektors in Europa und eng mit großen Akteuren wie BASF verbunden.Exklusiven Informationen zufolge trafen sich CEFIC-Vertreter allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mindestens 44 Mal mit verschiedenen Mitgliedern der Europäischen Kommission.Einige dieser Treffen beinhalteten die Teilnahme von BASF-Führungskräften, was das Ausmaß des Engagements der Industrie bei der Beeinflussung des Reformprozesses unterstreicht.

BASF, eines der weltweit führenden Chemieunternehmen, hat sich ausdrücklich auf die jüngsten Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz der Christlich-Demokratischen Union (CDU) bezüglich des ETS bezogen. Merz hatte vorgeschlagen, dass, wenn ein System nicht ordnungsgemäß funktioniert, es geändert oder verschoben werden sollte. Diese Rhetorik scheint von BASF in seiner eigenen Lobby-Strategie übernommen worden zu sein. In internen Dokumenten, die CORRECTIV erhalten hat, beschreibt das Unternehmen mehrere unmittelbare Maßnahmen, die es anstrebt, einschließlich der Aussetzung der schrittweisen Aussetzung der kostenlosen Emissionszuweisungen und der Verzögerung der laufenden Anpassungen der Benchmark.

Diese Vorschläge würden zu erheblichen Kostensenkungen für die Industrie und verlängerten Fristen für die Erreichung der Klimaneutralität führen. Der Widerstand gegen die ETS-Reform kommt nicht nur von der chemischen Industrie, sondern auch von bestimmten Teilen der deutschen Regierung.

Da die Europäische Kommission sich darauf vorbereitet, bis Mitte Juli ihren Standpunkt zur ETS-Reform bekannt zu geben, bleibt das Ergebnis ungewiss. Die vorgeschlagenen Änderungen könnten die Entwicklung der EU-Klimapolitik erheblich beeinflussen und nicht nur die chemische Industrie, sondern auch andere Sektoren, die bei der Einhaltung der Emissionsziele auf das ETS angewiesen sind, beeinflussen. Umweltschutzorganisationen und fortschrittliche Politiker bleiben wachsam und warnen davor, dass eine Schwächung des ETS die breiteren Klimaschutzziele untergraben könnte. In der Zwischenzeit setzt die chemische Industrie weiterhin auf Änderungen, die stärker an ihren wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet sind, und bereitet so den Weg für einen entscheidenden Moment in der Entwicklung der EU-Klimaregulierung.

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2 Berichte

CORRECTIV logoCORRECTIVUnabhängigMitteFaktentreue 50Objektivität 30vor 11 Tagen
Erst kassieren, dann attackieren: Angriff der Chemie-Lobby auf den EU-Emissionshandel

Die Europäische Kommission bereitet sich darauf vor, über Reformen des Europäischen Emissionshandelssystems (European Emissions Trading System, ETS) zu entscheiden, das wichtigste Klimaschutzinstrument der EU. Lobbyisten der chemischen Industrie, große Unternehmen und Handelsverbände drängen darauf, das System zu schwächen, was die Klimaziele untergraben und Unternehmen, die bereits in die Klimaneutralität investieren, benachteiligen könnte. Interne Dokumente, die CORRECTIV erhalten hat, zeigen, dass Vertreter der chemischen Industrie aktiv für die Neugestaltung des ETS tätig sind, einschließlich der Forderung nach seiner Abschaffung. Diese Bemühungen werden von Teilen der deutschen Bundesregierung unterstützt, insbesondere von einigen hochrangigen CDU-Politikern, die sich von der Verteidigung des ETS als marktbasiertem Instrument in Richtung Klimaneutralität abgewandelt haben.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sowohl die Bedenken der Umweltorganisationen als auch die Argumente der chemischen Industrie und ihrer Verbündeten in der deutschen Regierung.

Warum diese Bewertungen (Faktentreue 50 · Objektivität 30): The article presents a biased narrative focusing on chemical industry lobbying against the ETS, but does not reference the primary source document or provide direct quotes from environmental organizations. It uses emotionally charged language like 'Angriff' and 'Kassieren' which lacks neutrality. Th

CORRECTIV logoCORRECTIVUnabhängigMitteFaktentreue 45Objektivität 25vor 11 Tagen
Erst kassieren, dann attackieren: Angriff der Chemie-Lobby auf den EU-Emissionshandel

Die Europäische Kommission bereitet sich darauf vor, über Reformen des Europäischen Emissionshandelssystems (European Emissions Trading System, ETS) zu entscheiden, das wichtigste Klimaschutzinstrument der EU. Lobbyisten der chemischen Industrie, große Unternehmen und Handelsverbände drängen darauf, das System zu schwächen, was die Klimaziele untergraben und Unternehmen, die bereits in die Klimaneutralität investieren, benachteiligen könnte. Interne Dokumente, die CORRECTIV erhalten hat, zeigen, dass Vertreter der chemischen Industrie aktiv für die Neugestaltung des ETS tätig sind, einschließlich der Forderung nach seiner Abschaffung. Diese Bemühungen werden von Teilen der deutschen Bundesregierung unterstützt, insbesondere von einigen hochrangigen CDU-Politikern, die sich von der Verteidigung des ETS als marktbasiertem Instrument in Richtung Klimaneutralität abgewandelt haben.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sowohl die Bedenken der Umweltorganisationen als auch die Argumente der chemischen Industrie und ihrer Verbündeten in der deutschen Regierung.

Warum diese Bewertungen (Faktentreue 45 · Objektivität 25): This article appears to be an incomplete duplicate of the first one, likely a technical error. It repeats the same biased framing without additional facts or objectivity. It fails to engage with the primary source document or present a balanced view of the debate around ETS reform.

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