Die Weltgesundheitsorganisation warnt seit langem vor einer stillen Epidemie, der Einsamkeit, die eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellt. Nach Ansicht von Experten wird dieses Problem zunehmend dringlich, insbesondere in den Sommermonaten, in denen Familien oft Urlaub machen und ältere Angehörige isoliert zurücklassen. Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit in Slowenien hat Alarm ausgelöst und festgestellt, dass das wahre Ausmaß der Einsamkeit wahrscheinlich größer ist als die offiziellen Statistiken aufgrund der Unterberichterstattung und des mit der Erkrankung verbundenen Stigmas vermuten lassen.
Das Phänomen der Einsamkeit ist nicht nur eine emotionale Belastung, sondern ein anerkannter medizinischer Zustand mit greifbaren Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden. Untersuchungen zeigen, dass chronische Einsamkeit die Lebenserwartung verkürzen und zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen beitragen kann. Experten haben ihre Auswirkungen mit dem Rauchen von fünfzehn Zigaretten pro Tag verglichen und ihre Schwere im Vergleich zu anderen Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, übermäßiger Alkoholkonsum und körperlicher Aktivitätsmangel hervorgehoben. Dieser Vergleich unterstreicht die Schwere der Situation und die Notwendigkeit einer sofortigen Betreuung.
Dazu gehören regelmäßige Telefonanrufe, Besuche oder sogar das Widmen von etwas persönlicher Zeit für jemanden, der sich isoliert fühlt. Solche Aktionen können das Gefühl der Einsamkeit erheblich lindern und die allgemeine psychische Gesundheit verbessern. Viele ältere Menschen neigen jedoch dazu, ihre Einsamkeit aufgrund von Gefühlen der Wertlosigkeit und Scham zu verbergen, was die Bemühungen, das Problem effektiv anzugehen, weiter erschwert.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt körperliche Aktivität für alle Personen über 65 Jahren, wobei sie ihre Bedeutung für Personen mit Mobilitätsproblemen oder funktionellen Einschränkungen betont. Bewegung verbessert nicht nur die körperlichen Fähigkeiten, sondern trägt auch positiv zum psychischen Wohlbefinden bei. Eine aktive Lebensweise ist für Menschen mit chronischen Krankheiten oder altersbedingtem Rückgang noch wichtiger.
Daher ist selbst eine geringe Bewegung, wie z. B. mehrmals täglich zehn Minuten zu Fuß gehen, von Vorteil und sollte gefördert werden. Experten empfehlen, mindestens 150 bis 300 Minuten mäßig-intensive körperliche Aktivität pro Woche oder 75 bis 150 Minuten kräftige Aktivität zu erreichen. Dazu gehören Aktivitäten wie zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining und Gleichgewichtsübungen. Eine Kombination verschiedener Übungsarten ist wichtig, um die Unabhängigkeit zu erhalten und Stürze zu verhindern. Es ist wichtig, diese Aktivitäten während der Woche zu verteilen, anstatt sie an einem Tag zu konzentrieren.
Für diejenigen, die es schwierig finden, die empfohlenen Richtlinien zu erfüllen, ist es ratsam, mit kleinen Schritten der Aktivität zu beginnen. Selbst ein minimales körperliches Engagement bietet Vorteile, insbesondere für diejenigen, die sich von einer Krankheit erholen oder chronische Erkrankungen behandeln. Eine allmähliche Erhöhung der körperlichen Aktivität kann zu verbesserten Gesundheitsergebnissen und einem besseren Umgang mit bestehenden Beschwerden führen. Krafttraining und Gleichgewichtsübungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Funktionalität und der Verringerung des Sturzrisikos. Mit zunehmendem Alter verlieren Menschen an Muskelmasse und Kraft und beeinträchtigen so alltägliche Aufgaben wie das Aufstehen von einem Stuhl, das Treppensteigen, das Tragen von Gegenständen und die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts.
Die Einbeziehung von Krafttraining und Gleichgewichtstraining in die Trainingsroutinen ist daher entscheidend, um die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und Verletzungsrisiken zu minimieren.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden