Der Artikel diskutiert die Ansichten des Entwicklungspsychologen Harald Werneck von der Universität Wien über die Auswirkungen der elterlichen Beschäftigung auf Kinder. Werneck argumentiert, dass die Idee, dass Mütter so lange wie möglich zu Hause bleiben sollten, veraltet ist. Er betont, dass die Qualität der Zeit, die mit Kindern verbracht wird, wichtiger ist als die Quantität. Werneck erklärt, dass die Entscheidungen der Eltern darüber, wer zu Hause bleibt, häufig von Faktoren wie Einkommensunterschieden und sozialen Normen abhängen, anstatt nur von finanzieller Notwendigkeit. Er hebt hervor, wie traditionelle Geschlechterrollen und gesellschaftliche Erwartungen diese Entscheidungen beeinflussen, und stellt fest, dass Österreich im Vergleich zu anderen Ländern relativ konservativ bleibt. Werneck weist auch darauf hin, dass der Glaube, dass Mütter von Natur aus geeignet sind, zu Hause zu bleiben, tief verwurzelt ist, wie in Begriffen wie "mutterraben" zu sehen ist, was bedeutet, dass berufstätige Mütter ihre Kinder vernachlässigen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Diskussion über psychologische Forschung und gesellschaftliche Einstellungen in Bezug auf elterliche Rollen und Beschäftigung.






