Die argentinische Regierung hat zugegeben, dass sich das öffentliche Image von Präsident Javier Milei nach dem Skandal mit dem ehemaligen Kabinettschef Manuel Adorni nicht stark erholt hat, und die Beamten bewerten ihre Wahlstrategie vor den Wahlen 2027 sorgfältig.
Beamte innerhalb der Regierungskoalition erkennen an, dass die Folgen des Adorni-Falls, in dem er offiziell von den Justizbehörden vorgeladen wurde, zwar noch keine endgültige Veränderung der öffentlichen Wahrnehmung verursacht haben, aber nachhaltige Bedenken hinsichtlich der Integrität der Verwaltung hinterlassen haben.
Seine Abreise brachte nicht sofort das Vertrauen in die Regierung wieder her, da Kritiker argumentieren, dass die Episode die Glaubwürdigkeit der Regierung untergraben habe. Politische Persönlichkeiten innerhalb der libertären Bewegung haben darauf hingewiesen, dass der Skandal einen Rückschlag bedeutete und einen wahrgenommenen Mangel an Disziplin und Klarheit in der Regierungsführung signalisierte.
Während die Partei weiterhin ihren ideologischen Prinzipien verpflichtet ist, glauben Beamte, dass die Sicherung einer breiteren Unterstützung für den Erfolg entscheidend sein wird. Dies beinhaltet die Forderung nach der Abschaffung der Vorwahlen (PASO), ein Schritt, der von der regierenden Koalition weitgehend unterstützt wird. Die Idee ist, dass die Entfernung der PASO der Regierung ermöglichen würde, die Macht effektiver zu konsolidieren und den Einfluss rivalisierender Fraktionen, insbesondere der peronistischen Opposition, zu begrenzen.
Das bedeutet, dass der Präsident zwar ein gewisses Maß an öffentlicher Bevorzugung behält, aber seine Zustimmungswerte nicht das Niveau erreicht haben, das für einen entscheidenden Sieg erforderlich ist. Das gegenwärtige Wirtschaftsklima kompliziert die Angelegenheit weiter, mit gemischten Signalen aus Schlüsselsektoren.
Trotz dieser Herausforderungen halten Regierungsvertreter eine zuversichtliche Haltung ein, wobei Präsident Milei und Wirtschaftsminister Luis Caputo betonen, dass die Politik wie geplant voranschreitet. Innerhalb der Verwaltung besteht jedoch das Bewusstsein, dass der langfristige Erfolg des Programms davon abhängt, wie gut es bei den Wählern ankommt. Die Regierung überwacht auch die Veränderungen der Wählererwartungen, wobei einige vermuten, dass die Wähler bereits greifbare Vorteile wie Inflationskontrolle und Haushaltsüberschuss erhalten haben und jetzt Lösungen für Probleme wie sinkende Kaufkraft und Beschäftigungsquoten erwarten.
Auf der politischen Bühne bleibt die Rolle von Karina Milei, der Schwester des Präsidenten und Leiterin des Präsidentenbüros, von zentraler Bedeutung. Sie äußerte Skepsis gegenüber Umfrageergebnissen, nachdem sie zuvor die Wahrscheinlichkeit des Sieges der LLA im Jahr 2025 bezweifelt hatte. Dennoch wird sie als eine Schlüsselfigur bei der Gestaltung der Strategie der Partei angesehen, neben Verbündeten wie Martín und Eduardo "Lule" Menem. Die Regierung geht davon aus, dass um Oktober formale Vereinbarungen mit anderen Parteien beginnen werden, um die Koalition vor den Wahlen 2027 zu stärken.
Die jüngsten gesetzgeberischen Maßnahmen der Verbündeten der LLA haben bei Regierungsbeamten Bedenken ausgelöst, darunter Versuche, Gesetze im Zusammenhang mit ausländischen Landverkäufen und Brandschutzbestimmungen zu verabschieden.
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