Russische Streitkräfte schlugen am Donnerstag mit einer Drohne einen Personenzug in der Region Odessa an, wobei der Fahrer getötet und mehrere andere verletzt wurden, bevor alle Passagiere sicher evakuiert wurden, so ukrainische Beamte. Der Angriff ereignete sich im Bezirk Berezivka, etwa 170 Kilometer östlich von Odessa, und zielte auf die Lokomotive eines Zuges, der zwischen Odessa und Dnipro fuhr. Aufnahmen, die von den nationalen Notdiensten der Ukraine veröffentlicht wurden, zeigten, dass die stark beschädigte Lokomotive in Flammen aufging, wobei in der Nähe von Wagen zerbrochene Fenster zu sehen waren. Passagiere wurden mit ihren Sachen in Evakuierungsbusse eingesetzt, während Feuerwehrleute an der Eindämmung des Feuers arbeiteten.
Der Angriff wurde mit einer jetbetriebenen Shahed-Drohne durchgeführt, die trotz der Bemühungen eines Überwachungsteams, sie zu erkennen und abzufangen, unerwartet auf den fahrenden Zug abstieg. Laut Ukrzaliznytsia, der staatlichen Eisenbahngesellschaft, wurde der Zug in der Nähe eines Bahnhofs angehalten, nachdem die Drohne entdeckt worden war, aber das plötzliche Manöver des Flugzeugs ließ der Besatzung nicht genügend Zeit, um vollständig zu evakuieren. Der Fahrer und sein Assistent wurden während des Vorfalls getötet, während mindestens sechs weitere Personen Verletzungen erlitten, obwohl niemand tot bestätigt wurde. Alle 340 Passagiere an Bord des Zuges wurden schließlich evakuiert und über 21 Busse nach Odessa transportiert.
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj verurteilte den Angriff und betonte, dass der Betreiber sich bewusst gewesen sein muss, dass der Zug Zivilisten beförderte. Er wiederholte seine Forderung nach verbesserter Luftverteidigung, um die zivile Infrastruktur vor solchen Angriffen zu schützen. Als Reaktion auf den Vorfall berichtete die ukrainische Luftwaffe, dass Russland über Nacht 133 Drohnen gestartet hatte, von denen 111 abgefangen wurden. Die verbleibenden Drohnen hätten Berichten zufolge Ziele in verschiedenen Teilen des Landes getroffen, was zu zusätzlichen Opfern führte. Die genauen Standorte dieser anderen Angriffe werden noch untersucht.
Der Bezirk Berezivka, der sich in der Region Odessa befindet, ist aufgrund seiner strategischen Lage an wichtigen Verkehrswegen zu einem Schwerpunkt der jüngsten militärischen Aktivitäten geworden.
Internationale Beobachter haben einen wachsenden Trend der russischen Streitkräfte festgestellt, die Drohnen einsetzen, um kritische Infrastruktur, einschließlich Eisenbahnen, Kraftwerke und öffentliche Verkehrssysteme, anzugreifen. Diese Taktik zielt darauf ab, das tägliche Leben zu stören und psychologischen Druck auf die Zivilbevölkerung auszuüben.
Während die Ermittlungen zum Vorfall fortgesetzt werden, haben ukrainische Beamte versprochen, die Transparenz über die Umstände des Drohnenangriffs zu erhöhen. Sie haben auch um internationale Unterstützung bei der Verbesserung der Luftverteidigungsnetze aufgerufen. Inzwischen haben die russischen Staatsmedien den Angriff noch nicht direkt kommentiert, obwohl sie den Vorfall wahrscheinlich als Teil breiterer Bemühungen zur Schwächung der ukrainischen Logistik und Moral betrachten. Die langfristigen Auswirkungen dieses Angriffs bleiben unklar, aber eines ist sicher: Der Kampf um die Kontrolle über das Territorium der Ukraine entwickelt sich weiter, mit neuen Taktiken und Technologien, die den Verlauf des Krieges prägen.
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