Ein wertvolles Stück aus dem Villena-Schatz wurde von Dieben zurückgelassen, die am frühen Donnerstagmorgen in das archäologische Museum in Villena, Spanien, eingebrochen sind. Das Artefakt, ein aus Meteoriten geschmiedetes Eisenarmband, gehört zu den zwei bedeutendsten Gegenständen des Bronzezeit-Schatzes, der aus 59 Goldobjekten und einigen Silber- und Eisenstücken besteht. Laut Experten gelten dieses besondere Armband und eine kleine hohle Halbkugel aus Eisen, die mit einer Goldschicht bedeckt ist, als die wichtigsten Elemente der Sammlung, die zwischen 2200 und 750 v. Chr. datiert.
Diese Gegenstände sind bemerkenswert, weil sie die ersten bekannten Objekte darstellen, die auf der iberischen Halbinsel aus außerirdischem Eisen hergestellt wurden. Der Diebstahl ereignete sich um 5:23 Uhr morgens, als das Alarmsystem des Museums eine Reaktion der Guardia Civil auslöste. Bei der Ankunft am Tatort entdeckten die Beamten, dass eine der Glasplatten des Gebäudes zerbrochen worden war und die Täter die Mehrheit der Artefakte innerhalb von Minuten mitgenommen hatten. Überwachungsmaterial zeigte mehrere Personen und Fahrzeuge, die an dem Raub beteiligt waren. Laut dem Bürgermeister von Villena, Fulgen Cerdáncio, blieben nach dem Einbruch nur drei silberne Gefäße, ein Armband und Teile der Personalornamente im Museum.
Der gestohlene Schatz hat eine immense historische Bedeutung. 7 Kilogramm Gold allein im Wert von über einer Million Euro, seine wahre Bedeutung liegt in seiner Rolle als einzigartiges Fenster in das Leben während der Bronzezeit auf der Iberischen Halbinsel vor mehr als 3.000 Jahren. Der Schatz wurde im Dezember 1963 vom Archäologen José María Soler und seinem Team in einem großen vergrabenen Gefäß in der Nähe der Rambla del Panadero in Villena entdeckt.
In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Natur erklärte die valencianische Regionalregierung den Schatz 2005 zu einem Kulturgut und beschrieb ihn als ein Unikum, einen einzigartigen Fund, der in Gewicht, Zusammensetzung und Eigenschaften unübertroffen ist.
Eine Theorie verknüpft den Schatz mit der Siedlung Cabezo Redondo, einer strategisch strategisch gelegenen prähistorischen Stätte in Villena, die wichtige Handelswege kontrollierte, die die Meseta mit dem Mittelmeer und dem südöstlichen Teil der Region Valencia verbanden.
Die Ähnlichkeiten zwischen dem Schatz von Villena und anderen Funden auf der iberischen Halbinsel und in Europa geben Einblick in alte Austauschnetzwerke und die Verbreitung metallurgischer Techniken und kultureller Ideen.
Der Verlust einer solch historisch bedeutenden Sammlung hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kulturerbestätten und der Notwendigkeit stärkerer Maßnahmen zum Schutz dieser Stätten geweckt.
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