Im August 2026 übergab Richter Arturo Zamarriego vom Instruktionsgericht Nr. 9 in Madrid seine Ermittlungen im Fall der ehemaligen PSOE-Kämpferin Leire Díez dem Richter des Nationalgerichts Santiago Pedraz. Diese Entscheidung folgte auf einen formellen Antrag von Pedraz, beide Ermittlungen in einem Rechtsverfahren zu konsolidieren.
Gemäß Zamarriegos Urteil könnten Díez, der Geschäftsmann Javier Pérez Dolset und der Journalist Pere Rusiñol in diesem umfassenderen System sekundäre Rollen einnehmen. Die Untersuchung konzentrierte sich zunächst auf die angeblichen Bemühungen von Díez, sensible Informationen von Mitgliedern der zentralen operativen Einheit der Guardia Civil (UCO) und der Antikorruptionsverfolgungsbehörde zu erhalten. Diese Handlungen beinhalteten Berichten zufolge das Angebot finanzieller Anreize oder Gefälligkeiten im Austausch für kompromittierende Daten, die darauf abzielten, laufende gerichtliche Ermittlungen zu untergraben.
Cerdán soll Zahlungen über Unternehmen genehmigt haben, die mit Personen wie Gaspar Zarrías, Jacobo Teijelo und Ismael Oliver verbunden sind, während die PSOE-Managerin Ana María Fuentes angeblich Anordnungen erlassen hat, die diese Transaktionen über fabrizierte Rechnungen erleichtern, die aus Parteifonds stammen.
Die Staatsanwaltschaft unterstützte diesen Schritt mit dem Argument, dass die Fälle zu eng miteinander verbunden seien, um getrennt zu bleiben. Als Ergebnis stimmte Zamarriego zu, geplante Verfahren einzustellen, einschließlich der Analyse von Audioaufnahmen im Zusammenhang mit Díez' Interaktionen mit den Staatsanwälten Ignacio Stampa und José Grinda. Die Rechtsvertreter von Díez bestritten die Konsolidierung der Fälle mit dem Argument, dass sie ihre Grundrechte verletze, indem sie eine parallele Untersuchung für die gleichen mutmaßlichen Straftaten einleitete. Sie behaupteten, dass Personen wie Cerdán zuvor vor Zamarriego als Zeugen ausgesagt hätten, was bedeutet, dass sie jetzt nicht als Angeklagte in einem anderen Gericht behandelt werden sollten.
Trotz dieser Einwände ging Zamarriego mit der Übertragung fort und stimmte mit der Position der Staatsanwaltschaft überein, dass der einheitliche Ansatz eine effizientere und umfassendere Untersuchung ermöglichen würde. Die erste Untersuchung von Díez begann nach einer Beschwerde der ultra-konservativen Organisation Hazte Oír, die eine Sitzung hervorhob, bei der Díez Alejandro Hamlyn, einem Geschäftsmann, der wegen Kohlenwasserstoffbetrug untersucht wird, angeblich Vorteile im Austausch für vertrauliche Informationen angeboten hatte.
Dies führte zu einer weiteren Prüfung durch das Nationale Gericht, das Ende 2025 die Verhaftung von Díez, dem ehemaligen SEPI-Präsidenten Vicente Fernández, und dem Geschäftsmann Antxon Alonso wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Aufträgen anordnete. Im Mai 2026 enthüllte das Nationale Gericht anschließend eine Untersuchung einer Verschwörung, die darauf abzielte, gerichtliche Prozesse zu destabilisieren, die sich auf die PSOE oder die Regierung auswirken. Die Beteiligung prominenter Persönlichkeiten wie Cerdán, Fuentes, Zarrías und andere deutet darauf hin, dass der Umfang der Untersuchung über einzelne Akteure hinausgeht und potenzielle systemische Probleme innerhalb der PSOE umfasst.
Die Anschuldigungen deuten auf eine koordinierte Bemühung hin, die gerichtlichen Ergebnisse durch finanzielle Anreize und Informationsmanipulation zu beeinflussen, was Fragen über die Integrität der internen Abläufe der Partei und ihre Beziehung zu Strafverfolgungsbehörden aufwirft.
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