Die spanische Regierung kündigte am Montag an, dass sie vier neue Räume in Ceuta eröffnen wird, um bis zu 1.500 Migranten nach einem Massenzustrom in die Stadt zu beherbergen. Die Ankündigung wurde von Elma Saiz, der spanischen Ministerin für Migration und Inklusion, während einer Pressekonferenz im Regierungsbüro in Ceuta gemacht. Diese Einrichtungen, zu denen staatliche Standorte wie der Hippodrom, das ehemalige Kavallerie-Fußballfeld und der El Guano-Bereich sowie ein privater Parkplatz in Loma Colmenar gehören, sollen denjenigen, die noch im Freien leben, Schutz bieten, von denen viele in provisorischen Unterkünften am Strand von Trampolón übernachtet haben.
Die Entscheidung kommt 18 Tage, nachdem etwa 80.000 Migranten über Seewege aus Marokko nach Ceuta gekommen sind, was die lokalen Ressourcen und die Infrastruktur überfordert hat. 5 Millionen, um Unterstützungsdienste, einschließlich medizinischer Versorgung und sozialer Hilfe, für die betroffene Bevölkerung zu verbessern. Das Rote Kreuz hat seit Beginn der Krise bereits rund 4.000 tägliche Lebensmittelpakete, Hygieneprodukte und über 4.000 medizinische Konsultationen verteilt.
Juan Jesús Vivas, der Präsident von Ceuta, kritisierte die Zentralregierung für ihre vermeintliche Untätigkeit und warnte, dass er rechtliche Schritte gegen Madrid wegen des Umgangs mit der Migrantenkrise einleiten würde.
Enrique Roviralta, Präsident der Ärztlichen Vereinigung von Ceuta, warnte vor einer möglichen Epidemie aufgrund von Überfüllung und unhygienischen Bedingungen. Er beschrieb die Situation als "Zeitbombe" und betonte das Risiko von Krankheitsausbrüchen angesichts der Belastung der Gesundheitsressourcen. Trotzdem bestritt die Gesundheitsministerin Mónica García während ihres Besuchs in Ceuta Berichte über ein zusammengebrochenes Gesundheitssystem. Sie erklärte, dass das System es geschafft habe, regelmäßige Gesundheitsdienste für die Bewohner aufrechtzuerhalten, ohne die Krankenhäuser zu überlasten oder die verfügbaren Ressourcen zu erschöpfen.
Auf dem muslimischen Friedhof in Ceuta, der sich im Stadtteil Sidi Embarek befindet, wurden am Freitag 18 weitere Leichen begraben, wodurch die Gesamtzahl der unbekannten Migranten auf 5430 stieg. Die Bestattungen fanden unter heißen und feuchten Bedingungen statt, wobei Freiwillige die Gräber im Voraus vorbereiteten. Jede Leiche wurde in einen Einwegbeanzug, eine Maske und sogar Gasmasken gelegt, bevor sie zu ihrer letzten Ruhestätte transportiert wurde. Der Prozess beinhaltete islamische Gebete, die von einem Imam geleitet wurden, gefolgt von der Platzierung von chemischem Pulver und Ziegelsteinen, um jedes Grab zu versiegeln.
Die Identität dieser Personen bleibt unbekannt, da die marokkanischen Behörden sich geweigert haben, die Rückführung der verstorbenen Migranten zu akzeptieren und sie in Ceuta anonym zu beerdigen.
Da kein sofortiges Ende in Sicht ist, steht die Regierung vor zunehmendem Druck, sowohl die humanitären als auch die logistischen Herausforderungen anzugehen, die sich aus der anhaltenden Ankunft von Migranten ergeben, die über Ceuta nach Spanien wollen.
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