Die Entscheidung wurde von Richter Juan Tomás Rodríguez Ponte getroffen, der die Verantwortung für den Fall übernahm, nachdem mehrere Jahre lang Interimsrichter den Fall behandelt hatten. Die Videos, die zuvor von La Nación veröffentlicht wurden, wurden von Insaurralde's Verteidigungsteam angefochten, die versuchten, sie als Beweismittel auszuschließen, da sie Bedenken hinsichtlich ihrer Echtheit und Metadaten hatten.
Der Richter wies die Argumente der Verteidigung für die Annullierung der Videos zurück und erklärte, dass das Fehlen von Originaldateien oder genauen Erstellungsdaten keine Gründe für die Ungültigkeit der Beweise darstelle.
Er stellte fest, dass die Unfähigkeit, das genaue Datum der Erstellung der Videos zu bestimmen, ihr Beweisgewicht beeinflussen könnte, sie jedoch nicht automatisch unzulässig macht. Der Richter kam zu dem Schluss, dass der Antrag der Verteidigung auf Nichtigerklärung nicht gewährt werden würde, ebenso wenig wie die anschließende Unterstützung von Cirio und einer anderen Angeklagten, Sofía Clérici, rechtlichen Teams. Die Videos zeigen Cirio, wie er durch verschiedene Bereiche der Umkleidekabine geht, Taschen, Schubladen, Regale und einen Koffer mit Stapeln von Bargeld aufdeckt. Die Ermittler schätzen, dass der in den Aufnahmen sichtbare Betrag 10 Millionen Dollar erreichen könnte, die jetzt als unerklärliche Vermögenswerte im Fall angesehen werden.
Diese Zahl ergänzt die bestehenden Diskrepanzen in Insaurralde's Finanzdatensätzen, bei denen die gemeldeten Einnahmen während des relevanten Zeitraums deutlich geringer waren als die erfassten Ausgaben. Die Bundespolizei bestätigte, dass eines der Videos in dem Flur außerhalb des Ankleidezimmers von Insaurralde's Haus in San Vicente gefilmt wurde. Das Material war Teil eines breiteren Satzes von sieben Videos, die nach einer forensischen Analyse durch die Generaldirektion für Ermittlungen und Unterstützung für technologische Ermittlungen (DATIP) untersucht wurden. Die Analyse zeigte, dass die Herkunft der Dateien nicht nachvollziehbar war, was die Verteidigung veranlasste, ihre Zulässigkeit in Frage zu stellen.
Die Staatsanwaltschaft unterstützte jedoch die Aufnahme der Videos und stimmte mit den Argumenten des leitenden Staatsanwalts Sergio Mola überein. Die Verteidigung hatte Zweifel an der Integrität der Beweise geäußert, insbesondere in Bezug auf die fehlenden Metadaten. Trotz dieser Bedenken entschied der Richter, dass die Videos als Teil des Falles gültig bleiben. Der Fall erlangte nationale Aufmerksamkeit, als Clérici, Insaurralde's Reisebegleiter, Fotos von beiden Personen an Bord der Yacht El Bandido online veröffentlichte. Ihr Beitrag beinhaltete Kritik an zwei Richtern, Ernesto Kreplak und Luis A, die zuvor zugunsten von Insaurralde entschieden hatten.
Die Veröffentlichung führte zu einer umfassenden Untersuchung und veranlasste schließlich die Staatsanwälte, gegen die frühere Entlassung von Clérici aus dem Fall Berufung einzulegen. Mit der Validierung der Videos können die Ermittler nun den potenziellen Wert des angezeigten Bargeldes beurteilen, was die Behauptungen über die illegale Anhäufung von Vermögen weiter untermauern könnte. Finanzexperten hatten bereits Inkonsistenzen in den Konten von Insaurralde festgestellt und eine Diskrepanz zwischen gemeldeten Einnahmen und dokumentierten Ausgaben hervorgehoben.
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