Die argentinische Regierung nahm Vertreter des ehemaligen Präsidenten Mauricio Macri auf und aktivierte einen Dialogtisch mit seiner politischen Partei PRO, der auf die Wahlen 2027 abzielte. Das Treffen fand am Montag in der Casa Rosada statt, nach einem Telefongespräch zwischen Karina Milei und Präsident Javier Milei. Zwei Schlüsselfiguren von PRO, Fernando de Andreis und Cristian Ritondo, kamen kurz vor Mittag an, um sich mit Beamten von La Libertad Avanza zu treffen. Die Diskussion konzentrierte sich in erster Linie auf legislative Prioritäten, obwohl während der zweistündigen Sitzung auch das Potenzial für eine Wahlbündnis zwischen La Libertad Avanza und PRO erwähnt wurde.
In einer Regierungserklärung wurde die Sitzung als positiver Schritt zur Zusammenarbeit gelobt und die Notwendigkeit betont, zu verhindern, dass Argentinien wieder in eine populistische Regierungsführung zurückfällt. Es wurde festgestellt, dass zukünftige Treffen alle 15 Tage stattfinden werden und dass beide Parteien die bevorstehenden gesetzgeberischen Tagesordnungen überprüften, um die notwendigen Reformen voranzutreiben.
Er nannte es einen "Motor" für Argentiniens Transformation und räumte ein, dass sich die Diskussionen über die Gesetzgebung hinaus erstreckten, um die Planung für die Zusammenarbeit vor den Wahlen 2027 einzubeziehen. Ritondo hob die Anerkennung von Macri durch Regierungsbeamte hervor und erklärte, dass die PRO die Bemühungen nicht behindern würde, und stellte fest, dass es innerhalb der Partei unterschiedliche Ansichten zur Aussetzung der Provinz-Autonomiewahlen (PASO) gab. Trotz des optimistischen Tons besteht zwischen den Parteien gegenseitiges Misstrauen.
Vertreter von Karina Milei sagten, dass Macri Kontakt aufgenommen habe, während diejenigen, die Macri nahe stehen, behaupteten, dass mehrere Anrufe an De Andreis getätigt worden seien, um die Angelegenheiten zu besprechen.
Die Verhandlungen umfassen auch strategische Überlegungen, darunter die Beibehaltung der Stadt Buenos Aires als Hochburg für die Allianz. Es besteht ein klares Verständnis dafür, dass die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Hauptstadt für beide Parteien unerlässlich ist.
Darüber hinaus bleibt die Frage, ob die PASO-Wahlen ausgesetzt werden sollen, umstritten, wobei Karina Milei und Lule Menem sich stark für ihre Entfernung einsetzen. Diese Position steht im Widerspruch zu einigen Mitgliedern von PRO und führt zu einer internen Debatte.
Sowohl De Andreis als auch Ritondo äußerten sich offen für eine größere Interaktion zwischen den Parteien und schlugen vor, dass gemeinsame Projekte dazu beitragen könnten, die Allianz zu festigen. De Andreis schlug vor, dass Jorge Macri die Liste in Buenos Aires City anführen sollte und Diego Santilli in der Provinz antreten sollte. Er betonte, dass diese Kandidaten der PRO angehören und für Führungsrollen in Betracht gezogen werden sollten.
Der Dialog wird fortgesetzt, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf der Erreichung eines Konsenses zu wichtigen Themen wie den PASO-Wahlen und dem Haushalt 2027 liegt.
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