Die US-Notenbank war bei den Zinsentscheidungen erneut gespalten, als die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, trotz der Anzeichen einer Verlangsamung der Inflation zu sofortigen Zinserhöhungen aufforderte. Hammack äußerte Skepsis darüber, ob die jüngsten Daten, die auf eine Mäßigung der Inflation hindeuten, anhalten würden, und argumentierte, dass die aktuellen Zinssätze nicht ausreichen, um die Inflation wieder auf ihr Zielniveau zu senken.
Hammack sagte Yahoo Finance, dass die aktuellen Zinssätze die Wirtschaft nicht signifikant einschränken und warnte, dass mehrere Zinssätze angepasst werden müssten, um die Inflation zu beherrschen, obwohl sie sich weigerte, das endgültige Ziel anzugeben.
In Argentinien bewertete der Wirtschaftsanalyst Gastón Alonso die Fortschritte des Landes bei der Eindämmung der Inflation als einen kurzfristigen Sieg, warnte aber vor anhaltenden Herausforderungen. Er stellte fest, dass die Regierung zwar die Inflation auf ein niedrigeres Niveau als die der vergangenen drei Regierungen reduzieren konnte, die aktuelle Rate jedoch noch lange nicht als niedrig angesehen werden kann.
Alonso betonte die Kompromisse zwischen der Kontrolle der Preise und der Aufrechterhaltung des Wirtschaftswachstums und betonte, dass die Regierung sich entschieden habe, die Preisstabilität gegenüber der Aktivität zu priorisieren. Er wies darauf hin, dass hohe Zinssätze und eine schwache Währung erhebliche Hürden für die inländische Produktion geschaffen haben, insbesondere in Sektoren wie dem verarbeitenden Gewerbe und dem Bau. Alonso warnte auch davor, dass sich die Inflation zwar weiter verlangsamen könnte, aber ein stabiles Inflationsniveau erfordert Zeit und sorgfältiges politisches Management.
Er beschrieb die Situation als ein Rekordniveau an Nichtzahlungen, das er teilweise der finanziellen Belastung durch erhöhte Kreditkosten zuzuschreiben. Trotz der Anerkennung der Bedeutung der Aufrechterhaltung des Haushaltsgleichgewichts, Alonso warnte, dass in einem Kontext des schwachen Wirtschaftswachstums, die Regierung die Werkzeuge fehlen, um antizyklische Fiskalpolitik effektiv umzusetzen.
Er schätzte, dass bis zu 77% des Zinssatzes für Kredite auf Steuerkomponenten zurückzuführen sind, was die hohe Belastung des Steuersystems des Landes für finanzielle Aktivitäten hervorhebt. Poch erklärte, dass Steuern wie die Einkommensteuer und die Mehrwertsteuer (MwSt.) die effektiven Kosten für die Kreditaufnahme erheblich erhöhen, was den Kredit sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen teurer macht. Er erörterte auch die Unterschiede zwischen dem vereinfachten Steuerregime und den traditionellen Steuerverzeihungsprogrammen und warnte, dass der neue Ansatz aufgrund anhaltender Einschränkungen aus früheren Initiativen Schwierigkeiten haben könnte, eine ausreichende Beteiligung zu erzielen.
Poch betonte, dass die Komplexität der steuerlichen Struktur Argentiniens Hindernisse für die finanzielle Inklusion schafft und die wirtschaftliche Erholung behindert. Seine Analyse unterstrich die breiteren Auswirkungen der Fiskalpolitik des Landes und deutete darauf hin, dass die hohen Kapitalkosten die Investitionen und das Wachstum weiterhin einschränken werden, es sei denn, strukturelle Reformen werden umgesetzt. Diese Erkenntnisse stimmen mit den größeren Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der aktuellen Wirtschaftsstrategie Argentiniens überein, die die Inflationskontrolle auf Kosten anderer Schlüsselindikatoren priorisiert. Während das Land voranschreitet, besteht die Herausforderung darin, einen Weg zu finden, der Preisstabilität mit nachhaltigem Wirtschaftswachstum in Einklang bringt.
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