Der illegale Handel mit mumifizierten menschlichen Überresten birgt laut einer neuen Studie, die die Gefahren für Sammler und Postangestellte aufzeigt, die mit solchen Gegenständen umgehen, ernsthafte Gesundheitsrisiken. Die Studie, die im International Journal of Cultural Property veröffentlicht wurde, warnt davor, dass der wachsende globale Markt für antike Körperteile, einschließlich Hände, Füße und Köpfe, ein "wahrer Fluch" ist aufgrund der Anwesenheit von schädlichen Mikroben und giftigen Substanzen, die zur Konservierung verwendet werden. Forscher analysierten 128 Online-Listen auf Social-Media-Plattformen, E-Commerce-Sites und Auktionshäusern und enthüllten einen weit verbreiteten Verkauf von mumifizierten Überresten mit wenig Rücksicht auf Sicherheit.
Viele dieser Gegenstände zeigten deutliche Anzeichen von biologischem Zerfall, doch die Verkäufer gaben selten Warnungen oder Schutzmaßnahmen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Handel weitgehend im Geheimen, oft durch illegale Kanäle, betrieben wird und dass die Teilnehmer sich der potenziellen Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, weitgehend nicht bewusst sind. Unter den am häufigsten verkauften Gegenständen waren isolierte Körperteile, insbesondere Hände und Füße, gefolgt von ganzen oder teilweisen Mumien, einschließlich Köpfen.
Einige dieser Gegenstände stammen aus indigenen Praktiken, wie z. B. den Tsantsas, die von den Shuar im Norden Perus und im Osten Ecuadors geschaffen wurden. Diese traditionellen Methoden beinhalten komplexe chemische und physikalische Prozesse, von denen einige toxische Schwermetalle wie Arsen, Quecksilber und Blei enthalten.
In ähnlicher Weise wird angenommen, dass schwere Formen der Aspergillose, die durch das Einatmen von Sporen verursacht wurden, zum Tod von Lord Carnarvon beigetragen haben, dem Hauptfinanzierer der Ausgrabung des Grabes von Tutanchamun in Ägypten. Dr. Kirsty Squires, Professorin für menschliche Bioarchäologie an der Universität Staffordshire, die an der Forschung mitgearbeitet hat, stellte fest, dass viele Händler das Bewusstsein für die damit verbundenen Risiken zu vermissen scheinen.
Seit fast zwei Jahrzehnten berichten Einheimische über Symptome wie neurologische Probleme, Schlaflosigkeit und Krebs, die auf eine längere Exposition gegenüber giftigen Gasen zurückzuführen sind. Trotz wiederholter Beschwerden und rechtlicher Schritte haben die Behörden noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden, was die Familien in einen Zustand anhaltender Not versetzt. Diese Vorfälle unterstreichen das breitere Problem der Umwelt- und Gesundheitsbedrohungen, die sowohl durch industrielle Verschmutzung als auch durch den illegalen Handel mit gefährlichen Materialien entstehen.
Während in einem Fall historische Artefakte und in einem anderen Fall moderne industrielle Kontamination betroffen sind, unterstreichen beide die dringende Notwendigkeit strengerer Vorschriften und größerer öffentlicher Aufmerksamkeit.
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