Mindestens 18 Menschen, darunter mehrere Kinder, starben am Dienstag bei einer Kollision zweier Pickup-LKWs im Norden Ägyptens, so eine medizinische Quelle, die mit der Nachrichtenagentur AFP sprach. Der Vorfall ereignete sich in der Gouvernorat von Ismailia, wo die Fahrzeuge landwirtschaftliche Arbeiter transportierten. Ein lokales Medienunternehmen, Al-Masry Al-Youm, berichtete, dass das jüngste Opfer gerade einmal 10 Jahre alt war. Das ägyptische Gesundheitsministerium erklärte zunächst, dass der Unfall 47 Opfer und etwa 30 Verletzte nach sich zog.
Die Kollision ereignete sich auf einer Straße innerhalb des Gouvernements Ismailia, wo die Passagiere, hauptsächlich aus zwei Dörfern in der Region des Nildeltas, zur Arbeit auf einem Bauernhof in der Gegend reisten.
Kinder, die in der Landwirtschaft und anderen Sektoren arbeiten, sind aufgrund der Art ihrer Beschäftigung und der Transportmittel, auf die sie sich verlassen, stärker den Gefahren im Straßenverkehr ausgesetzt. Die Internationale Arbeitsorganisation berichtet, dass fast 67 Prozent der ägyptischen Arbeitskräfte in der informellen Wirtschaft tätig sind, wobei der Agrarsektor fast vollständig aus informeller Arbeit besteht. Dazu gehören schätzungsweise 8 bis 13 Millionen Menschen, die unter prekären Bedingungen arbeiten, denen ausreichende Lohn- und Sicherheitsvorkehrungen fehlen.
Trotz dieser Tatsache sind Pick-up-LKWs für Millionen Ägypter, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen der Zugang zu formaler Verkehrsinfrastruktur begrenzt ist, nach wie vor ein Hauptverkehrsmittel.
Während die Regierung Anstrengungen unternommen hat, die Verbreitung von Kinderarbeit durch Gesetzgebung zu reduzieren, bleibt die Durchsetzung inkonsistent, insbesondere in Regionen, in denen der wirtschaftliche Druck Familien dazu zwingt, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken.
Der Vorfall ist eine düstere Erinnerung an die Schwachstellen, mit denen diejenigen konfrontiert sind, die im informellen Sektor arbeiten, insbesondere junge Arbeiter, die überproportional stark von unsicheren Arbeitsbedingungen und unzureichenden Transportsystemen betroffen sind. Die Behörden haben noch keine weiteren Updates über den Stand der Untersuchung oder Pläne zur Umsetzung neuer Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Tragödien veröffentlicht. Inzwischen verwalten die Notfallkräfte weiterhin die Folgen des Absturzes und stellen sicher, dass alle betroffenen Personen die notwendige medizinische Versorgung erhalten. Die Situation unterstreicht die dringende Notwendigkeit umfassender Reformen, um die systemischen Probleme, die solchen Vorfällen zugrunde liegen, anzugehen.
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