Nach Angaben der lokalen Behörden ist in Marseille ein Teenager nach dem Einatmen von Stickoxid, allgemein bekannt als "la glue", gestorben. Der Vorfall hat erneut Bedenken über den zunehmenden Gebrauch dieser flüchtigen Substanz unter jungen Menschen in der Stadt ausgelöst. Am Dienstag, den 10. August, wurden kurz vor Mitternacht nach Berichten über schwere Atemnot die Rettungsdienste aufgerufen. Trotz sofortiger ärztlicher Intervention wurde der 17-Jährige Stunden später im Krankenhaus für tot erklärt. Die Polizei hat eine Untersuchung über die Umstände des Todes eingeleitet, wobei die ersten Ergebnisse auf die Einatmung von Stickoxid als wahrscheinliche Ursache hindeuten.
Die Tragödie ereignete sich in der Nähe des Gare Saint-Charles, eines der verkehrsreichsten Verkehrsknotenpunkte von Marseille, wo sich eine Gruppe junger Menschen versammelt hatte. " Eine Frau, identifiziert als Zélie*, versuchte einzugreifen und versuchte Berichten zufolge, eine Tüte mit der Substanz von einer Gruppe von Nutzern abzuholen.
Während ihres kurzen Gesprächs enthüllte Zélie, dass sie nach der Verwendung der Substanz fast das Bewusstsein verloren hatte. Ihre Erfahrung unterstreicht die Gefahren, die mit Stickstoffmonoxid verbunden sind, das zu einer schnellen Vergiftung, Bewusstseinsverlust und sogar zum Tod führen kann. Der Vorfall hat die Befürchtungen der Beamten hinsichtlich der steigenden Verbreitung von Crack-Kokain in Marseille verstärkt. Die lokalen Behörden haben sich über die steigende Zahl der Nutzer, insbesondere unter Jugendlichen, beunruhigt geäußert. In einem Brief an Premierminister Sébastien Lecornu forderte Bürgermeister Benoît Payan von Marseille eine dringende nationale Strategie zur Bekämpfung der Krise.
Er betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Aktion, an der mehrere Regierungsbehörden beteiligt sind, darunter Strafverfolgungsbehörden, Gesundheitsdienstleister und Sozialdienste. In den letzten Monaten gab es zahlreiche Berichte über eine erhöhte Crack-Aktivität in den Straßen der Stadt. Ein Bericht, der von Le Figaro veröffentlicht wurde, beschrieb die Situation als beispiellos, wobei sich die Nutzer aufgrund ihrer Erschwinglichkeit und Verfügbarkeit zunehmend an die Droge wenden. Crack, eine hoch süchtig machende Form von Kokain, wird oft durch Rauchen oder Injektieren konsumiert, was zu schweren körperlichen und psychischen Folgen führt.
Gesundheitsfachleute warnen, dass eine längere Exposition zu chronischen Lungenschäden, Herz-Kreislauf-Problemen und kognitiven Beeinträchtigungen führen kann. Der Fall des verstorbenen Teenagers unterstreicht die breiteren Herausforderungen, denen Marseille bei der Bewältigung drogenbezogener Notfälle gegenübersteht. Während die Rettungsdienste schnell auf Vorfälle reagiert haben, bleibt das zugrunde liegende Problem des Zugangs zu Behandlung und Unterstützung ungelöst. Viele Benutzer haben keinen stabilen Wohnraum und stehen vor Hindernissen, um angemessene Pflege zu erhalten. Sozialarbeiter und Gemeindeorganisationen haben einen Anstieg der Nachfrage nach Hilfe gemeldet, aber die Ressourcen sind immer noch nicht ausreichend, um den wachsenden Bedarf zu decken.
Während die Untersuchung des Todes der Jugendlichen weitergeht, fordern lokale Führer ein größeres öffentliches Bewusstsein für die Risiken von Stickstoffmonoxid und Crack-Konsum auf. Sie betonen die Bedeutung von frühzeitiger Intervention und Bildung, insbesondere für gefährdete Jugendliche. Mit der Verschlechterung der Situation steigt der Druck auf die Regierung, wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung dieser Substanzen zu ergreifen und betroffene Gemeinden besser zu unterstützen.
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