Eine Studie der Universität Kopenhagen legt nahe, dass Säuglinge, die von älteren Geschwistern Atemwegserkrankungen bekommen, langfristige negative Auswirkungen auf ihre Bildung, ihr Einkommen und ihre allgemeine Gesundheit haben können. Die in der American Economic Review veröffentlichte Studie analysierte über 1,2 Millionen dänische Kinder und stellte fest, dass zweitgeborene Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ein zwei- bis dreimal höheres Risiko für Krankenhausaufenthalte aufgrund von Atemwegserkrankungen haben. Diese frühen Infektionen sind mit einer Verringerung der Wahrscheinlichkeit einer Hochschulbildung um 0,4 Prozentpunkte und einer Verringerung des Erwachseneneinkommens um 1% verbunden. Die Forscher führen diese Ergebnisse auf Störungen in den Bildungswegen zurück, die durch frühe Krankheit verursacht werden. Die Studie betont die Bedeutung vorbeugender Maßnahmen wie Impfung, gute Hygiene und Familienunterstützung, um diese langfristigen Auswirkungen abzumildern.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine wissenschaftliche Studie mit ausgewogener Berichterstattung, die sich eher auf empirische Erkenntnisse als auf eine politische Haltung konzentriert.




