Der Schweizer Kanton Graubünden hat ein Darlehen in Höhe von 82,56 Millionen Franken genehmigt, um die Umsiedlung von Einwohnern aus dem Dorf Brienz/Brinzauls zu erleichtern, das von einem drohenden Erdrutsch bedroht ist. Die Entscheidung wurde auf einer Sitzung des Gemeinderats in Albula/Alvra getroffen, bei der 41 Stimmen für die Maßnahme im Vergleich zu nur drei gegen abgegeben wurden. Bisher wurden 42 Anträge auf vorbeugende Umsiedlung eingereicht, die etwa 95 Häuser abdecken. Die Bundesregierung und der Kanton Graubünden werden 90% der Umsiedlungskosten übernehmen, während die verbleibenden 10% von den Personen bezahlt werden, die umsiedeln möchten. Die Gemeinde Albula/Alvra trägt zusätzliche Kosten in Höhe von rund 360.000 Franken. Der endgültige Genehmigungsprozess wird voraussichtlich bis Ende des Sommers stattfinden, danach müssen die Einwohner, die sich für eine Umsiedlung entscheiden, fünf Jahre brauchen, um den Umzug abzuschließen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel beschreibt den Entscheidungsprozess und die finanziellen Auswirkungen der Umsiedlung von Einwohnern aufgrund einer Naturkatastrophe, berichtet über das Ergebnis der Abstimmung, den Betrag der bereitgestellten Mittel und die Zuständigkeiten der verschiedenen Regierungsebenen, ohne offen eine politische Entscheidung zu kritisieren oder zu loben.



