Die Oppositionsgruppen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) haben das Angebot von Präsident Felix Tshisekedi, einen nationalen Dialog zur Bewältigung der anhaltenden Konflikte im Land zu führen, abgelehnt. Der Dialog, der als Alternative zu einer umstrittenen Verfassungsänderung vorgeschlagen wurde, die Tshisekedi eine dritte Amtszeit ermöglichen würde, wurde von der Opposition als Taktik zur Konsolidierung der Macht abgelehnt. Der Präsident hat zuvor ausgeschlossen, die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe M23 in Verhandlungen einzubeziehen, indem er ein vorheriges Friedensabkommen als geeigneten Rahmen anführte. Oppositionskräfte argumentieren, dass jeder sinnvolle Dialog sowohl M23-Vertreter als auch Verbündete des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila einbeziehen muss. Die A64-Koalition, die die großen Parteien vertritt, hat ab dem 15. August eine einmonatige Protestperiode der Opposition organisiert, nachdem frühere Demonstrationen gegen die Verfassungsänderung unterdrückt wurden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt die Ablehnung des Dialogs durch die Opposition als legitime Haltung gegen vermeintliche autoritäre Taktiken, betont die Einheit der Opposition und ihre Forderung nach Einbeziehung, betont die Versuche des Präsidenten, seine Amtszeit zu verlängern und schildert die Verfassungsreform.



