In der Demokratischen Republik Kongo (DRK) hat die Angst vor Ebola-Infektionen zu einem deutlichen Rückgang der Nutzung von Krankenhaus-Gesundheitsdiensten in der nordöstlichen Ituri-Provinz geführt. Laut UNICEF gab es zwischen April und Juni in Gebieten wie Bunia, Mongbwalu, Nizi und Rwampara einen Rückgang der Nutzung von Diensten um 42%. Gesundheitspersonal, einschließlich derjenigen im Bigo-Krankenhaus von Bunia, berichtet, dass sie aufgrund unzureichender persönlicher Schutzausrüstung Angst haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet seit Mitte Mai über 3.874 bestätigte Fälle und 1.751 Todesfälle. Der WHO-Generaldirektor Tedroshan Adom Ghebreyesus warnte, dass sich der Ausbruch schneller ausbreitet als die derzeitigen Reaktionsbemühungen und forderte eine massive Ausweitung der Interventionen. Die USA haben kürzlich über 24 Millionen Dollar zur Bewältigung der Krise zugesagt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sachliche Informationen über die Auswirkungen des Ebola-Ausbruchs auf den Zugang zu Gesundheitsversorgung, ohne offen eine politische Haltung zu vertreten.




