Eine neue internationale Studie legt nahe, dass hybride Arbeit, die mindestens einen Tag pro Woche aus der Ferne arbeitet, als unerwartetes Instrument gegen den demografischen Rückgang in entwickelten Ländern dienen kann. Forscher analysierten Daten von Personen im Alter von 20 bis 45 Jahren in 38 Ländern und den Vereinigten Staaten, verglichen ihre tatsächliche Anzahl von Kindern, Pläne für zukünftige Kinder und geschätzte Lebenszeitfruchtbarkeitsraten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Erwachsene, die aus der Ferne arbeiten, im Durchschnitt mehr Kinder haben oder eine größere Familie haben wollen als diejenigen, die diese Option nicht haben. Der Zusammenhang zwischen Fernarbeit und höherer Fruchtbarkeit ist am stärksten bei Paaren, bei denen beide Partner von zu Hause aus arbeiten können.
Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass flexible Arbeit die Zeit und die mit dem Familienleben verbundenen organisatorischen Kosten reduziert. Weniger Pendeln, mehr Kontrolle über den Tagesablauf und eine einfachere Koordination der Kinderbetreuung, der Schulpflichten und der medizinischen Besuche könnten die Kombination von Karriere und Elternschaft erleichtern. Es ist auch möglich, dass Personen, die bereits Kinder haben oder haben wollen, dazu neigen, häufiger Arbeitsplätze zu wählen, die Möglichkeiten der Fernarbeit bieten.
Die Frage des demografischen Niedergangs ist in Slowenien laut Wissenschaftlern und Politikern zunehmend dringlicher geworden. Dr. Matjaž Gams, Wissenschaftler des Jožef Stefan Instituts, warnte, dass die slowenische Bevölkerung bei den derzeitigen Trends innerhalb von 200 Jahren praktisch verschwinden würde. Er betonte, dass sich die niedrigen Geburtenraten, die anti-natalistische Propaganda und die Abhängigkeit von der Einwanderung Slowenien schneller verändern, als viele erkennen.
Sie diskutierten die Folgen der sinkenden Fruchtbarkeit und mögliche Lösungen, einschließlich der Frage, wie künstliche Intelligenz bei der Bewältigung der Krise helfen könnte. Gams stellte fest, dass er wahrscheinlich die erste Person war, die demografische Projektionen mit künstlicher Intelligenz vorbereitete. Diese Projektionen deuten darauf hin, dass die slowenische Bevölkerung innerhalb von zwei Jahrhunderten fast verschwinden würde, wenn der aktuelle Trend anhält. Bis etwa zum Jahr 2100 könnte die Bevölkerung so spärlich sein, dass die nationale Identität schwer zu erhalten wäre. Er betonte jedoch, dass diese Projektionen davon ausgehen, dass keine großen Veränderungen eintreten.
Trotz der Bedeutung seiner Erkenntnisse wurde Gams in der Vergangenheit mit erheblicher Kritik und negativen Rückmeldungen konfrontiert, die er auf politische Sensibilitäten rund um das Thema zurückführte. Nach jüngsten Statistiken blieb die natürliche Wachstumsrate Sloweniens im ersten Quartal 2026 negativ, während die Migration einen positiven Beitrag leistete. Während dieses Zeitraums wurden 3.987 Kinder geboren und 5.645 Einwohner starben.
Die Zahl der Einwanderer nahm um 10% zu, während die Zahl der Auswanderer um 10% zurückging. Trotz der wachsenden Bevölkerung ist ein Großteil dieses Anstiegs eher auf Einwanderung als auf natürliches Wachstum zurückzuführen.
In Slowenien ist die Bevölkerungsentwicklung eine der größten langfristigen Herausforderungen für Slowenien. In einem kürzlich stattgefundenen SDS-Lager in Bovč erklärte er, dass eine Nation nicht nur durch ihre Landschaften und Flüsse, sondern auch durch ihre Menschen definiert wird. Ohne eine Bevölkerung, die ein Gefühl der nationalen Identität verspürt, kann es keine Heimat geben.
Obwohl die Bevölkerung Sloweniens weiter wächst, ist dies in erster Linie auf Einwanderung und nicht auf natürliche Zunahme zurückzuführen. Die Regierung hat ein Ministerium für Demografie eingerichtet, um Maßnahmen zur Steigerung der Fruchtbarkeit, zur Unterstützung von Familien, zur Erleichterung des Gleichgewichts zwischen Berufs- und Familienleben und zur Anpassung des Staates an eine alternde Bevölkerung zu entwickeln. Offizielle Statistiken zeigen, dass die Gesamtbevölkerung zwar gewachsen ist, die Zahl der slowenischen Staatsbürger jedoch zurückgegangen ist.
Ohne Einwanderung wäre die Bevölkerung seit mehreren Jahren zurückgegangen. 7%. Der wirtschaftliche Aspekt der Einwanderung ist bedeutend, wobei 60% der Langzeit-Einwanderern für die Arbeit kommen. Dies spiegelt den anhaltenden Kampf des Landes mit niedriger Arbeitslosigkeit, einer alternde Bevölkerung und einem Mangel an Arbeitskräften wider.
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