Gunther von Hagens, der Schöpfer der umstrittenen 'Body Worlds'-Ausstellungen mit plastinierten menschlichen und tierischen Körpern, ist mit 81 Jahren gestorben. Bekannt als 'Doctor Death', entwickelte er die Plastinationstechnik, die Körperflüssigkeiten und Fett durch Polymere ersetzt. Seine Familie bestätigte, dass er sich wünschte, dass sein Körper nach seinem Tod einer Plastination unterzogen würde. Von Hagens wurde von religiösen Gruppen und Kritikern kritisiert, die ihn der Kommerzialisierung des Todes und der Förderung des Voyeurismus beschuldigten. Geboren in dem von den Nazis besetzten Polen, floh er 1970 aus Ostdeutschland und erlangte später durch seine Ausstellungen internationalen Ruhm. 2002 führte er die erste öffentliche Autopsie in London vor der Kamera durch, was rechtliche Bedenken auslöste, obwohl keine Anklage erhoben wurde.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt von Hagens' Leben und Werk sachlich dar und hebt sowohl seine Beiträge zur Wissenschaftsbildung als auch die ethischen Kontroversen um seine Ausstellungen hervor.





