Der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, kündigte am Montag an, dass sein Land die Arbeitsdefinition des Antisemitismus der Internationalen Holocaust-Erinnerungsallianz (IHRA) offiziell annehmen wird, wodurch es die 48. Nation weltweit und die siebte in Lateinamerika ist, die dies tut. Die Entscheidung wurde während des von der Kampfantisemitismusbewegung (CAM) gesponserten lateinamerikanischen Forums gegen Antisemitismus in Santo Domingo getroffen. Abinader betonte, dass Antisemitismus eine breitere Bedrohung darstellt als nur für jüdische Gemeinschaften und nannte ihn eine Gefahr für demokratische Werte und individuelle Freiheiten.
Abinader gab die Ankündigung auf dem Forum, das Beamte, Aktivisten und Vertreter aus ganz Lateinamerika zusammenbrachte. Er erklärte, dass Antisemitismus nicht nur als ein Problem angesehen werden sollte, das jüdische Bevölkerungen betrifft. "Antisemitismus ist kein Problem, das nur das jüdische Volk betrifft", sagte er.
Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit der Verabschiedung der IHRA-Definition durch die Dominikanische Republik, die darauf abzielt, Klarheit und Konsistenz bei der Identifizierung und Bekämpfung von Antisemitismus zu schaffen. S. Sondergesandter zur Überwachung und Bekämpfung von Antisemitismus lobte die Initiative der Dominikanischen Republik auf dem Forum. Er beschrieb die Entscheidung als "historischen Moment" und ermutigte andere lateinamerikanische Nationen, dem Beispiel zu folgen. "Was Sie heute Abend erlebt haben, ist eine Regierung, die für das Recht eintritt", sagte Kaploun.
Er schlug vor, dass diese Strategien als Modelle für andere Länder dienen könnten, die ähnliche Herausforderungen angehen wollen. Dies schließt sowohl verbale als auch physische Äußerungen ein, die sich an jüdische Personen, ihr Eigentum, Gemeinschaftsinstitutionen oder religiöse Stätten richten. Die Definition ist zwar nicht rechtsverbindlich, bietet aber Regierungen, Strafverfolgungsbehörden, Bildungseinrichtungen und anderen Leitlinien für die Erkennung und Reaktion auf antisemitisches Verhalten.
Die Verabschiedung dieser Definition durch die Dominikanische Republik markiert einen bedeutenden Schritt zur Anpassung an die internationalen Standards zur Bekämpfung des Antisemitismus. Das Außenministerium des Landes hat die Aufgabe, die Entscheidung zu formalisieren, was wahrscheinlich die Aktualisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der öffentlichen Politik zur Umsetzung der neuen Haltung erfordert.
Beamte müssen noch spezifische Maßnahmen oder Zeitpläne für die Umsetzung skizzieren, aber die Verpflichtung signalisiert eine langfristige Anstrengung, Antisemitismus als Teil einer breiteren Strategie zur Förderung der Toleranz und zum Schutz der Minderheitenrechte anzugehen.
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