Die Zahl der Todesopfer durch die beiden verheerenden Erdbeben in Venezuela ist laut dem Parlamentssprecher Jorge Rodriguez, dem Bruder des Interimspräsidenten Delcy Rodriguez, auf mehr als 1.700 gestiegen. Die Zahl der Verletzten hat mindestens 5.000 erreicht. Über 700 Gebäude sind entweder vollständig oder teilweise aufgrund der Beben eingestürzt. Obwohl die kritischen ersten 72 Stunden für die Suche nach Überlebenden von entscheidender Bedeutung sind, halten Angehörige vermisster Personen auch fünf Tage nach der Katastrophe an der Hoffnung fest. Mehr als dreißig Stunden nach dem Erdbeben wurden eine Mutter und ihr 18-tägiges Baby aus den Trümmern gerettet.
"Solange er lebt, bleibe ich am Leben", sagte sie.
Als sie bemerkte, dass niemand ihre Schreie hören konnte, beschloss sie, ihre Energie zu sparen. Sie beschloss, nur zu schreien, wenn sie Stimmen oder Schritte in der Nähe hörte. Patino erzählte der BBC, dass sie Lärm machte, als sie hörte, wie ihr Bruder ihren Namen rief. "Ich sagte mir, dies sei meine einzige Chance", sagte sie und schrie schließlich. Patino erlitt Verletzungen an beiden Beinen, während ihr Baby nur leichte Verletzungen erlitt.
Einige Dutzend Länder haben Rettungsteams in das betroffene Gebiet geschickt, um bei groß angelegten Suchoperationen zu helfen. Das niederländische Urban Search and Rescue (USAR) -Team kam am Samstagmorgen an. Das Rettungsteam berichtete heute, dass sie immer noch hart daran arbeiten, mögliche Überlebende aus den Trümmern zu befreien. "Es geht um sehr komplexe Operationen, bei denen schwere Ausrüstung benötigt wird", erklärte das Team und fügte hinzu, dass sie die ganze Nacht gearbeitet hätten.
Die Zahl der Todesopfer durch die Erdbeben in Venezuela hat mittlerweile 900 überschritten, und nach Berichten von Anfang dieser Woche werden noch Tausende vermisst. Nach Angaben des Europäischen Seismologischen Zentrums (EMSC) ereignete sich ein weiteres Erdbeben in der Nähe von La Guaira mit einer Stärke von 5,6 auf der Richterskala. Es ist unklar, ob es bei diesem neuen Beben Opfer gab. Der Parlamentssprecher Jorge Rodriguez sagte, dass die Behörden Nachbeben sorgfältig überwachen. Die venezolanische Regierung berichtete, dass die Zahl der Menschen, die durch die verheerenden Erdbeben am Mittwoch getötet wurden, auf 1.430 gestiegen ist, mit 3.200 Verletzten und 3.100 Obdachlosen. Zehntausende bleiben vermisst.
Nach Angaben der venezolanischen Behörden sind bereits mehr als 1.600 internationale Helfer angekommen, weitere Rettungsteams sind unterwegs. Die Niederlande haben ein USAR-Team aus 64 Personen und acht Hunden ins Land geschickt.
Ein Video mit dem Titel "Lebend gerettetes Baby aus Trümmern in Venezuela" zeigt den Moment, in dem das Kind aus dem Wrack gezogen wurde.
Venezuela wurde am Mittwoch gegen 18.00 Uhr Ortszeit von zwei schweren Erdbeben getroffen, die kurz nacheinander auftraten. Das erste Erdbeben hatte eine Stärke von 7,2 auf der Richterskala und das zweite eine Stärke von 7,5. Fast sieben Millionen Venezolaner wurden von den Erdbeben betroffen, darunter etwa zwei Millionen Menschen aus der Hauptstadt Caracas.
Die Frustration unter den Venezolanern wächst, da sie die Regierung für die langsame Notfallreaktion verantwortlich machen. Sie beschuldigen die Regierung, nicht ausreichend auf das Ausmaß der Katastrophe vorbereitet zu sein. Rettungskräfte suchen nach Überlebenden und Leichen unter den Trümmern. Verwandte der Opfer und Freiwillige sagen, dass es einen Mangel an schwerer Maschinerie gibt und dass die venezolanischen Behörden in den betroffenen Gebieten nicht ausreichend präsent sind. In der stark betroffenen Hafenstadt La Guaira graben einige Menschen mit ihren Händen durch die Trümmer, um nach vermissten Familienmitgliedern zu suchen. Der Zugang zum Gebiet ist von den Behörden eingeschränkt, da der Verkehrsstau die Rettungsaktion behindert.
Rettungsteams suchen derzeit in den Trümmern Venezuelas, und internationale Hilfe beginnt anzukommen. In der Katastrophengebiet Venezuelas gibt es ein Wettlauf gegen die Zeit, mit massiven Bemühungen, vermisste Familienmitglieder zu finden. Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela getroffen und die Angst vor Tausenden von Opfern geweckt. Diejenigen, die aus den Trümmern in Venezuela gerettet wurden, sind dann völlig auf sich allein gestellt.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 5 €/Monat.
Unterstützer werden