In diesem Artikel wird die zunehmende Häufigkeit und das Ausmaß von Waldbränden in Europa diskutiert, wobei insbesondere die Rekordsaison dieses Jahres hervorgehoben wird. Laut Daten des Europäischen Waldbränden-Informationssystems (EFFIS) wurden in dieser Saison in der EU mehr als 626.800 Hektar Land verbrannt, etwa das Siebenfache der Größe Berlins. Die Forscher warnen davor, dass solche extremen Bedingungen in Zukunft aufgrund des Klimawandels häufiger auftreten könnten. Eine neue Studie, die in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlicht wurde, prognostiziert, dass die jährlich verbrannte Fläche in Europa bis zum Ende des Jahrhunderts je nach Treibhausgasemissionen um 25% bis 300% steigen könnte. Die Studie verwendet zwei Modelle: eines davon ausgehend, dass reduzierte Emissionen zu einer projizierten jährlichen Brennfläche von 2,6 Millionen Hektar führen, und ein anderes davon ausgehend, dass hohe Emissionen fortbestehen, was zu einer jährlichen Verbrennung von etwa 5,3 Millionen Hektar führen würde. Die Forscher stellen fest, dass menschliche Interventionen wie verbesserte Erkennung, bessere und schnellere Brandbekämpfende Systeme in einigen Regionen diese Brände reduziert haben könnten, aber durch die zunehmenden extremen Wetter Bedingungen der globalen Erderwärmung nicht ausreichend.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse und Projektionen, ohne offen eine bestimmte politische Haltung zu bevorzugen.






