Die Initiative, die von den Organisationen Essere Animali und The Good Lobby ins Leben gerufen wurde, soll einen schrittweisen Übergang zu Käfigfreien landwirtschaftlichen Praktiken vorantreiben. Die Kampagne begann Mitte März und erreichte ihr Ziel innerhalb von etwas mehr als drei Monaten - weit vor der sechsmonatigen Frist, die nach italienischem Recht zulässig ist. Dieser Erfolg unterstreicht das wachsende öffentliche Interesse an Fragen des Tierschutzes und bildet die Grundlage für weitere politische Maßnahmen.
Die Sammlung von Unterschriften bleibt bis zum 16. September auf der offiziellen Seite des Justizministeriums geöffnet. Die 50.000-Marke bedeutet jedoch, dass der Vorschlag jetzt vom Parlament geprüft werden muss. Dies garantiert zwar keine sofortige gesetzgeberische Maßnahme, zwingt aber die Gesetzgeber, die Initiative zu bewerten. Der Text des Gesetzes muss offiziell eingereicht werden, bevor er von Mitgliedern beider Kammern überprüft werden kann.
Dazu gehören der olympische Eiskunstläufer Riccardo Bugari, der Comic-Künstler Zuzu, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Köchin Chiara Pavan, die Schriftstellerin Selvaggia Lucarelli und die Podcast-Moderatorin Elisa True Crime.
Die Initiative steht im Einklang mit den breiteren europäischen Bemühungen, die darauf abzielen, Batteriekäfige in der Geflügelhaltung auslaufen zu lassen. 5 Millionen Unterschriften. Die Europäische Kommission hat diese Forderungen bisher jedoch weitgehend ignoriert, obwohl die ehemalige Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides zuvor versichert hatte, dass bis 2023 eine Gesetzgebung eingeführt werden würde. Dieses Versprechen muss noch eingelöst werden, so dass die Zukunft solcher Vorschläge auf EU-Ebene unsicher ist. Die italienische Kampagne spiegelt einen Teil eines größeren globalen Gesprächs über Tierschutz und ethische landwirtschaftliche Praktiken wider. Mit zunehmendem Bewusstsein für die Bedingungen, unter denen Tiere aufgezogen werden, steigt der Druck auf die Regierungen, strengere Vorschriften zu erlassen.
In Italien gewinnt der Druck für eine käfigfreie Landwirtschaft an Dynamik, unterstützt von zivilgesellschaftlichen Gruppen und einflussreichen Personen, die das Thema als eine Frage moralischer und ökologischer Bedeutung betrachten.
Für den Moment ist die Erreichung von 50.000 Unterschriften ein klares Signal dafür, dass die Forderung nach Veränderung stark und weit verbreitet ist.
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