Im Juli 1938 versammelten sich Vertreter aus 32 Nationen und zahlreiche humanitäre Gruppen in Evian, Frankreich, um sich mit der Notlage von etwa 500.000 Juden zu befassen, die vor der Verfolgung durch die Nazis flohen. Dieses Treffen fand fast fünf Jahre nach Adolf Hitlers Machtübernahme und nur wenige Monate nach der Annexion Österreichs durch Nazi-Deutschland statt. Zu diesem Zeitpunkt, während der Holocaust noch nicht begonnen hatte, hatten antijüdische Politiken wie die Nürnberger Gesetze die Juden bereits der Staatsbürgerschaft beraubt und sie von der Bildung und dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Trotz früherer Bemühungen wie der Ernennung von James McDonald zum Hohen Flüchtlingskommissar durch den Völkerbund blieben die globalen Reaktionen unzureichend. Die Nazis versuchten, die Juden zur Emigration zu zwingen, während sie ihre Vermögenswerte beraubten und beabsichtigten, sie bei der Ankunft in anderen Ländern arm zu machen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen historischen Überblick über die Evian-Konferenz und konzentriert sich auf die internationale Reaktion auf die Verfolgung der Juden während der Zeit vor dem Holocaust.





