Auf dem Gelände des ehemaligen Gebäudes der Fakultät für Chemie und Chemische Technologie am Kemijski inštitut in der Hajdrihova Straße in Ljubljana wurde trotz fehlender Baugenehmigung ein tiefer Graben gebaut. Der Graben mit einer Tiefe von über 20 Metern besteht aus Stahlbeton und wurde in der Zeit gebaut, bevor die neue Forschungseinrichtung, die das Zentrum für Technologien in der Gen- und Zelltherapie (CTGCT) beherbergen soll, ihre offizielle Genehmigung erhielt. Während die Projektdokumentation diese Struktur als vorübergehenden Bauteil der Abrissphase klassifiziert, wurde sie auch entworfen, um den Graben zu schützen und die Auswirkungen des Grabes auf benachbarte Gebäude zu begrenzen.
Das CTGCT soll die Grundlagenforschung schneller in klinische Anwendungen umsetzen, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung personalisierter Therapien für Krebs, seltene genetische Erkrankungen und Störungen des Immunsystems liegt. Das Projekt, das aus europäischen und nationalen Quellen finanziert wird, darunter etwa 15 Mio. EUR der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms "Widening, Teaming for Excellence" und weitere 15 Mio. EUR des Ministeriums für Hochschulbildung, Wissenschaft und Innovation, soll zu einem wichtigen Zentrum für fortgeschrittene biomedizinische Forschung in Slowenien werden.
Der Bau begann im Dezember 2025, mit anfänglichen Arbeiten, die die Verlegung von städtischen Wasserleitungen und den Abriss der bestehenden Struktur beinhalteten. Sobald das Gebäude entfernt wurde, wurde das Stahlbeton-Diaphragma errichtet, um das Ausgrabungsgebiet zu stabilisieren und Schäden an benachbarten Strukturen zu verhindern. Diese Phase des Projekts beinhaltete Bohrungen und andere Vorbereitungsarbeiten, die bei den Anwohnern und Beamten Fragen bezüglich der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen aufgeworfen haben.
Am 30. Dezember 2025 kündigte das Kemijski inštitut öffentlich an, dass die ersten Vorarbeiten für das neue CTGCT begonnen hätten. Laut Berichten des Physikers und Professors Aleš Iglič, der eine Beschwerde beim Bauaufsichtsamt eingereicht hatte, wurden die durchgeführten Arbeiten, einschließlich Ausgrabung, Membranbau und Bohren, ohne die notwendigen Genehmigungen oder Voruntersuchungen durchgeführt. Er behauptet, dass diese Aktivitäten bereits Schäden an nahe gelegenen Gebäuden verursacht haben, insbesondere an der Vila Teslova, deren Eigentümer Berichten zufolge auch eine Beschwerde bei der Inspektionsstelle eingereicht haben.
Nach dem Vorfallbericht eskalierte die Situation schnell, was zu einer gefährlichen Umgebung vor Ort führte. Die Rettungsdienste wurden gerufen, und der Vorfall wies auf laufende Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit den Bautätigkeiten hin. Das Bauinspektionsbüro erhielt die Beschwerde am 29. Dezember 2025 unter der Referenznummer 06121-2557/2025. In seiner Antwort vom 5. März 2026 hieß es, dass der Antrag in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den Verantwortlichkeiten des Inspektoren und den Prioritäten bearbeitet werden würde. Das Büro bestätigte jedoch nicht, ob Inspektionen bereits stattgefunden hatten, welche Ergebnisse aufgezeichnet wurden oder ob die erforderliche Baugenehmigung erhalten wurde.
Es wurde klargestellt, dass der Antragsteller keinen Status als Partei im Inspektionsprozess besitzt, da dieser Status mit der Amtspflicht beginnt. Wenn der Antragsteller Informationen über die Ergebnisse angefordert hat, könnte er nach Abschluss der Inspektionen und der endgültigen Entscheidung eine Mitteilung erwarten. Da die Kontroverse um den Bau weiter anhält, erwartet die Gemeinschaft weitere Klarstellungen sowohl von der Institution als auch von den zuständigen Behörden. Das Ergebnis dieses Falles wird wahrscheinlich beeinflussen, wie zukünftige Projekte im Bereich vorangehen, insbesondere angesichts der potenziellen Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und die Einhaltung der Vorschriften.
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