Das Außenministerium der Philippinen kritisierte den chinesischen Botschafter in den Philippinen, Jing Quan, öffentlich für Äußerungen, die als "dünn verschleierte Drohung" der Anwendung von Gewalt während eines Presseinterviews wahrgenommen wurden. Jing leugnete, dass China ein regionaler Unruhe-Macher sei und schlug vor, dass philippinische Beamte für die Spannungen zwischen den beiden Nationen verantwortlich seien. Er betonte Chinas friedliche Absichten, räumte aber seine potenzielle militärische Überlegenheit ein. Das Außenministerium äußerte Besorgnis, dass solche Äußerungen die diplomatischen Bemühungen behindern könnten, und forderte die Diplomaten auf, in ihren öffentlichen Äußerungen Vorsicht walten zu lassen. Als Reaktion darauf beschuldigte die chinesische Botschaft das Außenministerium der selektiven Interpretation und forderte eine ehrliche und unkomplizierte Diplomatie, um Missverständnisse zu verhindern. Beide Seiten tauschen weiterhin Vorwürfe gegen die Ursachen für die zunehmenden Spannungen im Südchines Meer.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt sowohl die Kritik des Außenministeriums an Chinas Gesandten als auch die Widerlegung der chinesischen Botschaft dar, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.





