Der südafrikanische AIDS-Rat (SANAC) betonte drei kritische Bereiche, um seine Bemühungen gegen die HIV/AIDS-Epidemie zu verstärken, obwohl er mit einem erheblichen Finanzierungsdefizit zu kämpfen hat. Während einer Besprechung mit dem Nationalen Rat der Provinzen am Mittwoch skizzierte SANAC seine strategischen Schwerpunktbereiche, die darauf abzielen, die anhaltende Krise zu bekämpfen. Dazu gehörte die Einrichtung einer einheitlichen nationalen und provinziellen Koordinierungsbehörde, die Umsetzung einer kohärenten Reihe von strategischen Plänen und die Schaffung eines standardisierten Überwachungs- und Bewertungssystems. Dr. Thembisile Xulu, CEO des SANAC Trust, stellte fest, dass bei der HIV-Reaktion zwar Fortschritte erzielt wurden, aber Unterschiede in verschiedenen Regionen und Bevölkerungsgruppen bestehen bleiben.
SANAC identifizierte Schlüsselfaktoren, die zur Ausbreitung von HIV und sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) beitragen, insbesondere bei Personen im Alter von 13 bis 50 Jahren. Provinzen wie KwaZulu-Natal, Mpumalanga, Free State und Eastern Cape wurden für ihre hohen Prävalenzraten von Menschen mit HIV bekannt. Zusätzlich hob der Rat die Rolle der Teenagerschwangerschaft als Hauptgrund für doppelte HIV- und STI-Infektionen hervor. Um diese Herausforderungen anzugehen, schlug SANAC Strategien vor, die sich auf die Verhinderung von Teenagerschwangerschaften und die Integration von Präventivmaßnahmen in mehreren Sektoren konzentrieren.
Xulu betonte die Notwendigkeit eines umfassenden, sektorübergreifenden Ansatzes, der biomedizinische, verhaltensbezogene und strukturelle Interventionen zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten und Teenagerschwangerschaften kombiniert. Sie befürwortete eine koordinierte Anstrengung unter Einbeziehung von Regierungsbehörden, dem Privatsektor und zivilgesellschaftlichen Organisationen, um eine effektive Umsetzung von Präventionsstrategien zu gewährleisten. Darüber hinaus unterstrich sie die Bedeutung der Stärkung lokaler Strukturen innerhalb nationaler und provinzieller Räte, um breite Strategien in umsetzbare lokale Initiativen umzusetzen.
Der Rat befasste sich auch mit der Konzentration der Krankheitsbelastung und stellte in Frage, ob die derzeitigen Präventionsbemühungen angemessen integriert sind. Xulu wies auf die Notwendigkeit einer erhöhten finanziellen Unterstützung für SANAC hin, um seine Wirksamkeit zu verbessern. Derzeit liegt der jährliche Budgetbedarf von SANAC bei R84 Millionen, wobei die Finanzierung hauptsächlich vom Nationalen Gesundheitsministerium und dem Ministerium für soziale Entwicklung stammt. Für das Geschäftsjahr 2026/2027 wurden jedoch nur R50 Millionen, etwa 60% des erforderlichen Betrags, zugewiesen, was die Organisation dazu zwingt, zusätzliche Mittel von externen Spendern zu erhalten.
Xulu stellte fest, dass die sinkenden Infektionsraten positive Ergebnisse von Präventionsprogrammen, ART und Verhaltensänderungsinitiativen nahe legen. SANAC berichtete, dass 6.600 Kinder im Jahr 2024 neu mit HIV infiziert wurden. Es wurden Bedenken hinsichtlich der steigenden Zahl neuer Infektionen geäußert, insbesondere in den Provinzen Eastern Cape, Free State, Mpumalanga und Limpopo.
Die Daten zeigten einen Anstieg der Geburten bei Frauen im Alter von 10 bis 19 Jahren, wobei 117.195 Mädchen in dieser Altersgruppe im Zeitraum 2024/2025 Geburt gaben. Provinzen wie Eastern Cape, Northern Cape, KwaZulu Natal, Mpumalanga und Northwest hatten überdurchschnittlich hohe Geburtenraten für junge Frauen. Umgekehrt verzeichneten Free State, Western Cape und Gauteng niedrigere als nationale Durchschnittswerte. Xulu betonte die dringende Notwendigkeit einer gesetzlichen Reaktion auf Teenager-Schwangerschaften und betonte die Bedeutung einer konsistenten und zuverlässigen Finanzierung für die zivilgesellschaftlichen Netzwerke von SANAC, um demokratische Strukturen und die Aufsicht der Gemeinschaft aufrechtzuerhalten.
Sie bekräftigte, dass Südafrika eine vielschichtige Präventionsstrategie verfolgt, die biomedizinische, verhaltensbezogene und strukturelle Interventionen zur Bekämpfung von HIV, TB, STIs und ungewollten Schwangerschaften beinhaltet.
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