Der Artikel behandelt das Debütalbum der französischen Autorin Adèle Yon, "My True Name Is Elisabeth", das ihre Familiengeschichte durch eine literarische und wissenschaftliche Linse untersucht. Die Erzählung konzentriert sich auf Yon's persönliche Angst vor dem Abstieg in den Wahnsinn, verbunden mit einem wahrgenommenen genetischen Erbe, das über Generationen weitergegeben wird, insbesondere Frauen in ihrer Familie. Diese Angst ist mit ihrer Urgroßmutter Elisabeth verbunden, bei der in den 1950er Jahren Schizophrenie diagnostiziert wurde, einer Lobotomie unterzogen wurde und siebzehn Jahre lang in einer psychiatrischen Einrichtung eingesperrt war. Das Buch verfolgt Yon's Untersuchung dieser Familiengeschichte nach dem Selbstmord ihres Onkels, kombiniert Interviews, Briefe, medizinische Unterlagen und akademische Forschung. Es reflektiert die historische Misshandlung von Frauen in der psychischen Gesundheitsversorgung in Frankreich nach dem Krieg und hebt systemische Geschlechtervoreingenommenheiten in der medizinischen Praxis hervor.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In diesem Artikel wird die historische Behandlung von Frauen in der psychischen Gesundheitsversorgung in einer breiteren Kritik an der systemischen Geschlechterverzerrung in der medizinischen Praxis dargestellt, die sich mit linken Perspektiven auf soziale Gerechtigkeit und institutionelle Diskriminierung ausrichtet.




