Die chilenische Regierung hat Änderungen an der Arbeitswoche-Verordnung für Tourismusarbeiter vorgeschlagen, um die Berechnungszeit für die durchschnittlichen Arbeitszeiten von vier Wochen auf bis zu 16 Wochen zu verlängern. Dies würde den Unternehmen größere Flexibilität ermöglichen, insbesondere in saisonalen Perioden. Der Vorschlag behält die 40-Stunden-Arbeitswoche bei, erlaubt jedoch eine anpassungsfähigere Zeitplanung. Oppositionsführer, darunter die ehemaligen Ministerin Camila Vallejo und Jeannette Jara, haben den Plan kritisiert und behauptet, dass er den 40-Stunden-Standard bedroht und zu längeren wöchentlichen Arbeitszeiten führen könnte. Sie argumentieren, dass dies die geltenden Gesetze, die bereits maximale Arbeitsstunden auf 52 pro Woche beschränken, falsch darstellt. Die Regierung zitiert OECD-Daten, die zeigen, dass Chiles derzeitiges System zu den restriktivsten gehört, während andere Länder wie Deutschland und die Niederlande flexiblere Regelungen anbieten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Bericht stellt den Vorschlag der Regierung und die Kritik der Opposition mit gleichem Gewicht dar, weist jedoch darauf hin, dass die Opposition sich nicht mit wirtschaftlichen Daten beschäftigt.




