Die Zollbehörden in Hongkong haben bestätigt, dass sie eine Beschwerde gegen Opatra London, eine in Großbritannien ansässige High-End-Hautpflege-Marke, untersuchen, nachdem ein Kunde behauptet hatte, sie sei mit über 60.000 HK$ (ca. 7.700 US$) betrogen worden. Der Vorfall kam ans Licht, nachdem eine 58-jährige Frau am vergangenen Mittwoch bei der Polizei einen Bericht eingereicht hatte, in dem sie behauptete, sie habe Hautpflegeprodukte im Wert von 61.400 HK$ von einem Opatra-Standort im Sha Tin New Town Plaza zu Beginn dieses Monats gekauft. Sie äußerte Bedenken hinsichtlich der Verkaufstaktik des Unternehmens, was zu einer weiteren Prüfung durch Strafverfolgungsbehörden und Zollbeamte führte.
Die Frau besuchte Berichten zufolge den Laden Anfang Mai und engagierte sich in einem Verkaufsprozess, der Beratungen und Produktdemonstrationen umfasste. Laut ihrem Bericht wurde sie überzeugt, mehrere Artikel durch aggressive Marketingtechniken zu kaufen, die sie später für fragwürdig hielt. Ihre Beschwerde führte dazu, dass die Polizei eine Untersuchung einleitete, um festzustellen, ob die Verkaufsmethoden Betrug oder betrügerische Geschäftspraktiken darstellten. Als Reaktion darauf kündigten die Zollbeamten in Hongkong an, dass sie ihre eigene Untersuchung in dieser Angelegenheit durchführen würden, wobei sie sich auf die Rechtmäßigkeit der Transaktionen und die Art der verkauften Produkte konzentrierten.
Opatra London, die unter dem Namen Opatra operiert, ist eine britische Hautpflege-Marke, die 2010 gegründet wurde. Sie ist spezialisiert auf High-Tech, wissenschaftlich formulierte Hautpflege-Lösungen und hat sich einen Ruf für ihre Anti-Aging-Technologien aufgebaut. Das Unternehmen hat seine Präsenz international ausgebaut, unterhält Büros in Spanien und Las Vegas und vertreibt seine Produkte in mehr als 45 Ländern. In Hongkong war Opatra durch physische Einzelhandelsstandorte und die Teilnahme an Messen und Schönheitsmessen aktiv.
Das Verkaufsmodell des Unternehmens beinhaltet in der Regel die Einrichtung von Schaltern in prominenten Einkaufszentren wie Harbour City in Tsim Sha Tsui und Causeway Bay sowie die Teilnahme an verschiedenen schönheitsbezogenen Ausstellungen. Verkaufsvertreter engagieren potenzielle Käufer oft mit kostenlosen Mustern und Werbeangeboten, die darauf abzielen, neue Kunden anzuziehen.
Diese Strategien waren wirksam, um die Aufmerksamkeit auf die Marke zu lenken, haben aber auch Kritik von einigen Verbrauchern hervorgerufen, die sich unter Druck gesetzt fühlen, Einkäufe zu tätigen.
Die Behörden haben noch keine detaillierten Ergebnisse ihrer laufenden Ermittlungen veröffentlicht. Die Beteiligung von Zollbeamten deutet jedoch darauf hin, dass die Angelegenheit über die Beschwerden der Verbraucher hinausgehen und möglicherweise Verstöße gegen Einfuhrvorschriften oder Produktsicherheitsstandards beinhalten könnte. Die Polizei hat sich nicht öffentlich über den Stand ihrer Untersuchung geäußert, aber der Öffentlichkeit versichert, dass sie den Fall ernsthaft behandeln.
Derzeit konzentriert sich der Fokus weiterhin auf die Überprüfung der Behauptungen des Beschwerdeführers und auf die Feststellung, ob in den Tätigkeiten von Opatra weitere systemische Probleme bestehen.
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