Das Zentralkomitee der Likud-Partei hatte die Abstimmung über den Vorschlag des Premierministers Benjamin Netanjahu, seine Kontrolle über die Knesset-Schiefer der Partei auszuweiten, verschoben, nachdem das Bezirksgericht Lod eine Verfügung erlassen hatte. Das Gericht entschied, dass die Abstimmung alle 150.000 Likud-Mitglieder umfassen muss, nicht nur die 4.500 Zentralkomitee-Mitglieder. Netanjahu's Plan würde ihm acht reservierte Kandidatenplätze gewähren, darunter drei in den Top 10 und sechs in den Top 20, als Teil eines Kompromisses mit dem Ausschussvorsitzenden Haim Katz. Der leitende Likud-Abgeordnete David Bitan lehnte den Schritt ab und argumentierte, dass er Netanyahu einen unverhältnismäßigen Einfluss auf die Wahlliste der Partei geben würde. Das Likud-Soziale Forum, das das Gericht anwandte, bezeichnete das Urteil als "Sieg für den gesunden Menschenverstand" und versprach, die Stimmrechte aller Mitglieder zu schützen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Seiten des Problems: die Position der Likud-Partei unter der Führung von Netanjahu und die Bedenken des Likud-Sozialen Forums bezüglich der demokratischen Teilhabe innerhalb der Partei.



