Eine Milchfarm in der Nähe des Mount Taranaki in Neuseeland hat einen einzigartigen Ansatz zur Überwinterung ihrer Rinder implementiert, indem sie eine große überdachte Struktur verwendet, die als Herdenhaus bekannt ist, um sowohl die Umweltergebnisse als auch die Produktivität zu verbessern. Die 194 Hektar große Crystal Rivers Farm, die sich in der Nähe des Nationalparks um den Mount Taranaki befindet, hat stark in dieses System investiert, um die mit starkem Regen und Sedimentabfluss in lokale Wasserwege verbundenen Risiken zu mindern.
Der Bauernhof liegt in einem Gebiet, das für häufige und intensive Niederschläge bekannt ist, die manchmal über 200 Millimeter in wenigen Tagen erreichen. Dies macht traditionelle Winterweidemethoden aufgrund potenzieller Bodenerosion und Kontamination der nahe gelegenen Wasserwege riskant. Um diese Bedenken zu beheben, beschloss Kuriger, zusätzlich 500.000 US-Dollar in den Bau eines 4400 Quadratmeter großen Herdenhauses zu investieren. Diese Einrichtung dient als überdachter Schutz, in dem sich die Kühe frei bewegen und ausruhen können, und bietet Schutz vor harten Wetterbedingungen in den kälteren Monaten.
Jede Kuh hat ungefähr 12 Quadratmeter Platz in der Scheune, die auf einem weichen Bett aus Holzschnitzeln ruht. Die Kühe erhalten täglich etwa 11 Kilogramm Trockenmasse, bestehend aus Heu oder Silage. Kuriger bemerkte, dass die Investition die Produktivität der Farm erheblich verbessert hat und die jährliche Milchfettproduktion um geschätzte 30.000 Kilogramm erhöht hat. Dieser Anstieg ist auf die Fähigkeit zurückzuführen, die Melke für einen zusätzlichen Monat, von Mai bis Oktober, durch die kontrollierte Umgebung der Scheune aufrechtzuerhalten. In den Wintermonaten verbringen die Kühe typischerweise zwischen 11 und 15 Tagen in der Scheune.
Kuriger betont jedoch, wie wichtig es ist, ihnen die Flexibilität zu geben, sich zwischen der Scheune und den Weiden zu bewegen. Er berichtete von Fällen, in denen sich Kühe kurz in schneebedeckte Bedingungen wagten, bevor sie in den Schutz zurückkehrten. Das Scheunendesign reduziert auch die Futterverschwendung, indem es verhindert, dass Heu und Silage zertrampelt und im Boden verloren gehen, wodurch die Weide für die spätere Nutzung erhalten wird.
Darüber hinaus werden die in der Scheune verwendeten Holzspäne regelmäßig entfernt und als Dünger in verschiedenen Teilen des Betriebs verteilt, wodurch die Gesundheit des Bodens verbessert und die Notwendigkeit externer Eingänge reduziert wird. Kuriger betonte die Vorteile des Herdenhauses für das Tierschutz und stellte fest, dass die Kühe in der geschützten Umgebung zufrieden und komfortabel erscheinen. Die kontrollierten Temperaturen innerhalb der Scheune bieten optimale Bedingungen für die Kalbgeburt, wobei die Kälber in einer warmen Umgebung von etwa 24 bis 25 Grad Celsius geboren werden. Dies hat zu weniger Kälberverlusten und schnelleren Erholungszeiten für Neugeborene geführt.
Der Bauernhof verfügt auch über einen speziellen Kalbungsbereich, in dem die Kühe bis zur Geburt bleiben, um den bestmöglichen Start für ihre Nachkommen zu gewährleisten. Die Integration des Herdenhauses in den Betrieb des Bauernhofs spiegelt ein breiteres Engagement für nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken wider. Durch die Minimierung der Umweltzerstörung und die Verbesserung des Viehwohls möchte Kuriger die wirtschaftliche Rentabilität mit ökologischer Verantwortung in Einklang bringen.
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