In der kleinen Stadt Alvear, in der Provinz Corrientes gelegen, haben die Behörden die Freundin des mutmaßlichen Mörders der 16-jährigen Studentin Cecilia Emilce Lezcano als "Mitverantwortliche" des Verbrechens angeklagt. Die Anklage kam nach 43 Tagen der Untersuchung des Vorfalls, der am 16. Juli stattfand.
Die Anklage gegen das Mädchen stammt aus Beweisen, die durch Nachrichten erlangt wurden, die zwischen ihr und dem Verdächtigen vor und nach dem Angriff ausgetauscht wurden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zeigten diese Kommunikationen Kenntnis der geplanten Tat und eine mögliche Beteiligung an der Verheimlichung von Informationen. Das juristische Team, das die Eltern von Cecilia, Raúl und Corintia vertritt, argumentierte, dass die Untersuchung nicht auf mögliche Anstiftung beschränkt werden sollte. Sie glauben, dass es genügend Beweise gibt, um das Mädchen als funktionalen Mitautor zu klassifizieren, obwohl sie während des Verbrechens nicht physisch anwesend war.
Die Anschuldigungen umfassen die Leitung und Validierung des Plans, die Beurteilung von Risiken, das Eingreifen bei der Verheimlichung der Leiche und die Teilnahme an einer möglichen Simulation des Selbstmords. Die Staatsanwaltschaft schlägt eine Rollenverteilung zwischen den beiden Verdächtigen vor, wobei der Freund die tatsächliche Tötung durchführt. Die gesetzlichen Vertreter der Familie der Opfer reichten einen schriftlichen Antrag ein, um die Vorbeugung der Teenagerin in einer speziellen Einrichtung für Minderjährige in Konflikt mit dem Gesetz zu beantragen und ihr eine bedeutende Rolle im Mord zuzuweisen.
Sie zitierten die Entfernung von Gesprächen zwischen den beiden Jugendlichen, während das Opfer noch am Leben war, als Beweis für ihr Bewusstsein für den Plan und einen Versuch, Informationen zu verbergen. Der Antrag enthielt Behauptungen, dass das Mädchen sowohl vor als auch nach dem Mord aktiv beteiligt war. Laut den Dokumenten, die Clarín mitgeteilt wurden, betonte der Anwalt, dass die Ergebnisse auf Vorsatz, Risikobewertung, operative Validierung und möglicherweise Behinderung hindeuteten. Trotz der Forderungen der Staatsanwaltschaft überraschte der Staatsanwalt das Gericht, indem er forderte, dass das Mädchen seine Strafe unter Hausarrest verbühren solle. Der Richter erteilte diesen Antrag und veranlasste die Familie von Cecilia, anzukündigen, dass sie gegen die Entscheidung Berufung einlegen werden.
In der Zwischenzeit wird der Freund der Beschuldigten, ebenfalls 17 Jahre alt, weiterhin in einer Einrichtung für Minderjährige in Haft. Zusätzlich ordnete die Justiz die Beschlagnahme der Telefone der Eltern des Mädchens an, um festzustellen, ob ihr Vater, ein Polizist, versucht hat, sich in die Ermittlungen einzumischen. Während die Ermittlungen weitergehen, arbeiten die Behörden immer noch daran, eine dritte Person zu identifizieren, die Fotos und Videos des Angriffs erhalten haben könnte. Die Ermittler versuchen auch festzustellen, ob dieser Kontakt mit der "mächtigen Person" übereinstimmt, die der Verdächtige kurz nach dem Verbrechen erwähnt hat.
Der Gerichtsprozess ist noch lange nicht beendet, und das Schicksal der Angeklagten und die Suche nach weiteren Hinweisen sind nach wie vor im Mittelpunkt der sich entwickelnden Geschichte.
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