Die Spannungen in Barcelona schärften sich am Samstag, als die rechtsextreme Gruppe "Save Europe Act" ihre erste große Demonstration in Spanien abhielt, die inmitten der anhaltenden Krise in Ceuta scharfe Kritik und Sicherheitsbedenken hervorrief. Die Versammlung fand auf der zentralen Plaza de Sant Jaume der Stadt statt, wobei die Polizei aus Angst vor Unruhen eine starke Präsenz einsetzte.
Die Bewegung, die vom österreichischen Aktivisten Martin Sellner und der niederländischen Figurenfigur Eva Vlaardingerbroek gegründet wurde, argumentiert, dass europäische Nationen durch Einwanderung, insbesondere von außereuropäischen Bevölkerungen, existenziellen Bedrohungen ausgesetzt sind. Sie befürwortet die Erhaltung der ethnischen Kontinuität und Kultur und behauptet, dass die derzeitigen Migrationsmuster die Identität der einheimischen europäischen Völker gefährden.
Der Zeitpunkt der Veranstaltung fiel mit erhöhten Spannungen um die Migrantenkrise in Ceuta zusammen, einer spanischen Enklave in der Nähe von Marokko. Die Situation dort hat internationale Aufmerksamkeit erregt, mit Berichten über überfüllte Aufnahmezentren und Streitigkeiten über Asylverfahren.
Diese Gruppen verurteilten die Rhetorik des Save Europe Act als fremdenfeindlich und rassistisch und argumentierten, dass solche Ansichten den sozialen Zusammenhalt und die demokratischen Werte gefährden. Die Polizei wurde gewarnt, dass die Demonstration in Gewalt eskalieren könnte, was zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen rund um den Veranstaltungsort führen würde. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen ging die Veranstaltung weiter, wobei sich Hunderte von Unterstützern unter den wachsamen Augen der Strafverfolgung versammelten. Die katalanische Regierung hat eine vorsichtige Haltung eingenommen und gewarnt, dass alle Aussagen während der Demonstration als Hassrede betrachtet und der regionalen Abteilung für Hassverbrechen gemeldet werden könnten.
Beamte betonten, dass die Versammlungsfreiheit zwar geschützt ist, aber keine Hassstiftung oder die Förderung diskriminierender Ideen rechtfertigt. Die Regierung hat auch wiederholt, dass das Recht auf Protest nicht der vorherigen Genehmigung unterliegt, sondern den Gesetzen der öffentlichen Ordnung entsprechen muss. Sie erkannte jedoch das verfassungsmäßige Recht auf friedliche Versammlungen an und stellte fest, dass solche Versammlungen zulässig bleiben, es sei denn, sie stellen eine klare Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.
Die Unterstützung für das Save Europe Act kam von prominenten Persönlichkeiten innerhalb der europäischen rechtsextremen Kreise, darunter der spanische Vox-Führer Santiago Abascal. Er unterzeichnete die Initiative der Gruppe zur Anerkennung als europäische Bürgerinitiative, obwohl sie schließlich von der Europäischen Kommission abgelehnt wurde.
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