Der Übergang von Jorge Gómez in die Rolle des Chief Executive Officer (CEO) von Codelco wurde sorgfältig geplant, wobei jeder Schritt sorgfältig orchestriert wurde, um eine reibungslose Ankunft und Integration in seine neue Position zu gewährleisten.
Von dort aus sollte Gómez in die 11. Etage gehen, wo sich sein Büro neben dem des Vorstandsvorsitzenden Bernardo Fontaine befindet. Fontaine sollte Gómez begrüßen und ihn in seinen neuen Arbeitsbereich einführen. Nach dieser kurzen Einführung sollten sie ein privates Treffen abhalten, das etwa 45 Minuten dauerte. Diese Sitzung sollte den Grundstein für ihre Zusammenarbeit legen, wonach sie in einen benachbarten Raum umziehen würden, um sich mit den leitenden Angestellten des Unternehmens zu treffen, um Gómez formell vorzustellen.
Nach dieser Sitzung, die voraussichtlich um die Mittagszeit endete, besuchte Gómez verschiedene Abteilungen im Unternehmensturm, um die Mitarbeiter zu begrüßen und sich mit der Struktur und Kultur des Unternehmens vertraut zu machen.
Diese Phase beinhaltete die Einrichtung seines Computers und Mobiltelefons mit personalisierten Konfigurationen, damit er später am Nachmittag offiziell arbeiten konnte. Auf seinem Schreibtisch warteten mehrere Ordner auf ihn, darunter Berichte und Analysen, die seit Bernardo Fontaine am 27. Mai als Vorsitzender übernommen wurden. Diese Dokumente konzentrierten sich auf die Vorbereitung eines vierjährigen Unternehmensstrategieplans, den Gómez zusammen mit Fontaine und den drei Vorstandsausschüssen entwickeln wird: Projekte und Investitionsfinanzierung, Management und Nachhaltigkeit. Gómez und Fontaine hatten bereits mehrere Gespräche, bevor Gómez zum CEO ernannt wurde.
Gemäß Insidern teilen sie ein gemeinsames Verständnis über die Anforderungen für die effiziente Verwaltung von Codelco, mit Schwerpunkt auf Profitabilität und Sicherheit. Zwei Berichte wurden für Gómez nach seiner Ankunft vorbereitet. Einer betonte bekannte Zahlen wie sinkende Produktionsniveaus, reduzierte operative Cashflows und erhöhte Schulden während des Zeitraums 2022252025 im Vergleich zu 2018202021, trotz eines Anstiegs der Kupferpreise um 30%. Dieser Vergleich kritisierte subtil das bisherige Management unter Máximo Pacheco. Es wurde auch festgestellt, dass der größte Teil der überschüssigen Gelder, die an den Staat übertragen wurden, in erster Linie aus Schulden stammten, wobei fast 7 Milliarden Dollar an die Regierung geschickt wurden, während Codelco in dieser Zeit Schulden in Höhe von 8 Milliarden Dollar hatte.
Diese Analyse deutet darauf hin, dass eine detaillierte Überprüfung des Geschäftsportfolios, der Ausgaben und Investitionen des Unternehmens erforderlich ist. Der zweite Bericht verglich Codelco mit großen privaten Bergbauunternehmen in Bezug auf Produktion, direkte und Gesamtkosten, Projekte und Schulden. Die Ergebnisse zeigten erhebliche Lücken, insbesondere bei den Produktionskosten und der Projektdurchführung. Während der strategische Plan bereits etablierte Elemente umfasst - wie die Vertiefung der von Pacheco initiierten öffentlich-privaten Partnerschaften -, gibt es derzeit keine Pläne für die Privatisierung von Teilen oder der Gesamtheit von Codelco oder für den Verkauf von Vermögenswerten, die einen positiven Cashflow generieren, wie beispielsweise die 10%ige Beteiligung an Quebrada Blanca oder die 49%ige Beteiligung an El Abra.
In den folgenden Tagen wird Gómez personalisierte Einführungssitzungen nach Abteilungen und Abteilungen durchlaufen, um sicherzustellen, dass er ein umfassendes Verständnis für jeden Bereich erlangt.
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