Ein Bericht der Rockwool Foundation Berlin und des Instituts für Beschäftigungsforschung zeigt, dass in Deutschland die Arbeitnehmer mit den niedrigsten Löhnen am wenigsten von Tarifverträgen abgedeckt sind, obwohl diese Schutzmaßnahmen für sie am wichtigsten sind. Im Jahr 2021 hatten nur 34% der Arbeitnehmer im niedrigsten Lohndezil Tarifvertragsabdeckung, verglichen mit über 60% in der mittleren Lohngruppe. Dieser Trend spiegelt einen langfristigen Rückgang der Tarifvertragsabdeckung wider, der von 68% im Jahr 2000 auf 49% im Jahr 2023 fiel. Die Studie hebt hervor, dass Tarifverträge traditionell die Lohngleichgewichte verringern und die Verhandlungskraft der Arbeitnehmer stärken, aber ihre begrenzte Reichweite unter Niedriglohnarbeitern ihre Wirksamkeit verringert. Infolgedessen ist der gesetzliche Mindestlohn, der 2015 eingeführt wurde, für den Schutz von Niedriglohnarbeitern entscheidender geworden.
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