Eine kürzlich in Nature Reviews Microbiology veröffentlichte Überprüfung zeigt, wie der Klimawandel die Ausbreitung von durch Wasser übertragenen Krankheiten weltweit verändert. Die Studie, die von Forschern der Colorado School of Public Health und der University of Washington School of Public Health geleitet wurde, stellt fest, dass verschiedene Krankheitserreger - wie Bakterien, Viren und Parasiten - auf veränderte Umweltbedingungen einzigartig reagieren. Während steigende Temperaturen das Bakterienwachstum verstärken können, gedeihen bestimmte Viren wie Norovirus und Rotavirus in kühleren, trockenen Bedingungen. Die Überprüfung warnt davor, dass extreme Wetterereignisse den Fortschritt bei der Verringerung von durch Wasser übertragenen Krankheiten, die jährlich fast 1,2 Millionen Todesfälle durch infektiöse Diarrhoe verursachen, rückgängig machen könnten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine wissenschaftliche Übersicht ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen. Er diskutiert die Auswirkungen des Klimawandels auf die öffentliche Gesundheit, ohne eine parteiische Haltung einzunehmen, wobei er sich auf empirische Erkenntnisse und Empfehlungen von Experten konzentriert.






