China feiert das hundertjährige Jubiläum der Geburt des ehemaligen Führers Jiang Zemin mit einer hochkarätigen Zeremonie in Peking, an der auch Präsident Xi Jinping teilnimmt. Die Veranstaltung am 17. August dient nicht nur als Hommage an Jiangs Vermächtnis, sondern ist eine bewusste Anstrengung der derzeitigen Führung, die Idee der politischen Kontinuität innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas zu stärken. Indem Jiang in die breitere Erzählung der Entwicklung der Partei und der Modernisierung Chinas eingeordnet wird, unterstreicht die Regierung ihr Engagement für die Aufrechterhaltung der ideologischen und strukturellen Grundlagen, die während der Reformzeit gelegt wurden.
Die Gedenkfeier fand vor dem Hintergrund der anhaltenden Bemühungen statt, Chinas Entwicklungsverlauf unter der Herrschaft von Xi Jinping zu definieren. Diese Doktrin, die darauf abzielte, sicherzustellen, dass die Partei in einer sich schnell verändernden Welt relevant blieb, wurde zu einem Eckpfeiler von Jiang's Amtszeit.
Zu den wichtigsten Meilensteinen zählten die Gründung der Shanghaier Börse, die Entwicklung von Pudong als Finanzzentrum und Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001. Diese Schritte haben Chinas Rolle in der Weltwirtschaft erheblich verbessert und es von einem peripheren Akteur in eine wichtige Kraft im internationalen Handel und in Investitionen verwandelt. Die Bedeutung von Jiang's Vermächtnis liegt in seiner Ausrichtung auf die Vision der derzeitigen Regierung für Chinas Zukunft.
Dieser Ansatz spiegelt eine breitere Strategie wider, um zeitgenössische Politiken als Erweiterungen vergangener Erfolge und nicht als Abweichungen von ihnen zu gestalten. Eine solche Gestaltung trägt dazu bei, die Legitimität der gegenwärtigen Führung zu festigen und gleichzeitig die Idee zu verstärken, dass Chinas Weg nach vorne in seiner historischen Erfahrung verwurzelt ist. Die Wahl, Jiang zu gedenken, deutet darauf hin, dass die Führung Wert darin sieht, Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu ziehen.
Seine Amtszeit war geprägt von einer pragmatischen Regierungsführung und der Bereitschaft, Marktmechanismen zu nutzen und gleichzeitig die Kontrolle der Partei über den Staat zu bewahren. Dieses Gleichgewicht beeinflusst nach Ansicht von Analysten weiterhin den Ansatz der aktuellen Führung für wirtschaftliches Management und soziale Stabilität.
Diese Kontinuität ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des Zusammenhalts der herrschenden Elite und die Gewährleistung, dass die Autorität der Partei unangefochten bleibt. Mit Blick auf die Zukunft dürfte die Betonung der historischen Kontinuität den Diskurs um Chinas sich entwickelnde Rolle in der globalen Ordnung prägen.
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