Wohnungslosenhilfsorganisationen in Irland haben ernsthafte Bedenken bezüglich eines vorgeschlagenen Wohnungsbaus ausgesprochen, der nach ihrer Ansicht schutzbedürftige Personen vom Zugang zu Notunterkünften ausschließen könnte.
Der Gesetzentwurf, der am 3. Juni im Dáil eingereicht wurde, befindet sich derzeit in der dritten Legislativphase. Er besteht aus 42 Seiten und konzentriert sich hauptsächlich auf die Änderung von Gesetzen im Zusammenhang mit Sozialwohnungen. Eine der umstrittensten Bestimmungen verlangt von Antragstellern für Sozialwohnungen, sowohl ihren rechtlichen als auch ihren gewöhnlichen Wohnsitz in Irland nachzuweisen.
Der Wohnungsminister James Browne verteidigte die Änderungen und erklärte, dass sie darauf abzielen, die Zulassungskriterien zu klären und Aufenthaltsanforderungen auf gesetzlicher Grundlage festzulegen.
Die Koalition, zu der prominente Organisationen wie Crosscare, Depaul Ireland und das Dublin Homeless Network gehören, hat bestimmte Bevölkerungsgruppen hervorgehoben, die von den neuen Regeln überproportional betroffen sein könnten. Dazu gehören irische Bürger, die aus dem Ausland zurückkehren, Überlebende häuslicher Gewalt und Personen, die vor Menschenhandel oder Verfolgung Zuflucht suchen.
Zusätzlich zu diesen Gruppen betonte die Koalition, dass Asylsuchende, Opfer von Sexhandel und Mitglieder der Traveller-Gemeinschaft auch von grundlegenden Dienstleistungen ausgeschlossen werden könnten. Die Organisationen betonten, dass die Bestimmungen des Gesetzes zu einer erhöhten Anzahl von Menschen führen könnten, die draußen schlafen, obwohl die Obdachlosigkeit Rekordwerte erreicht hat.
Die Koalition hat zu sofortigen Maßnahmen aufgerufen und Minister Browne aufgefordert, den Fortschritt des Gesetzesvorhabens zu stoppen, bis alle kritischen Fragen gründlich geprüft werden können. Sie forderten, dass ein unabhängiges Berufungssystem eingerichtet und erweitert wird, um diejenigen abzudecken, die Notunterkünfte benötigen. Darüber hinaus forderten sie, dass die Regierung die zugrunde liegenden Richtlinien und Beweise zur Unterstützung des Gesetzes veröffentlicht und einen sinnvollen Dialog mit betroffenen Gemeinden und Nichtregierungsorganisationen aufnimmt.
Diese beispiellose öffentliche Allianz zwischen Wohltätigkeitsorganisationen unterstreicht die wachsende Dringlichkeit des Themas.Da sich der Gesetzentwurf noch in einem frühen Stadium befindet, steigt der Druck auf die politischen Entscheidungsträger, die Auswirkungen ihrer Entscheidungen zu überdenken.Während die Debatte andauert, wird das Ergebnis dieses Gesetzgebungsprozesses wahrscheinlich die Zukunft der Wohnungsunterstützung für einige der am stärksten gefährdeten Mitglieder der Gesellschaft in Irland bestimmen.
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