Nach Angaben der nigerianischen Polizei wurde ein tschadischer Staatsbürger, der beschuldigt wird, Nazik Mahamat Saleh ermordet zu haben, im Bundesstaat Kano verhaftet und nach Tschad repatriiert, um vor Gericht zu stehen. Der Verdächtige, Mahadijiria Abdoulaye, wurde am 5. August 2026 in Railway Quarters, Nasarawa Local Government Area, Kano State, von Mitarbeitern des INTERPOL National Central Bureau (NCB) Abuja festgenommen. Er wurde später am 14. August 2026 über Lomé, Togo, im Rahmen bilateraler Vereinbarungen über polizeiliche Zusammenarbeit nach Tschad zurückgebracht. Abdoulaye wurde von den Behörden des Tschads wegen des mutmaßlichen Mordes an Saleh gesucht, der am 3. Mai 2026 nach Folter starb.
Nach Angaben der Polizei war der Verdächtige auch in Drogenhandel im Tschad verwickelt und floh nach dem Vorfall aus dem Land. Am 22. Juni 2026 wurde vom Berufungsgericht in N'Djamena ein internationaler Haftbefehl gegen Abdoulaye und seinen Komplizen Fatime Senoussi Mouktar im Zusammenhang mit dem Mordfall erlassen. Die Operation wurde durch koordinierte Geheimdienstbemühungen zwischen nigerianischen und tschadischen Strafverfolgungsbehörden mit Unterstützung von INTERPOL durchgeführt.
Der Generalinspektor der Polizei, IGP Olatunji Rilwan Disu, lobte die Wirksamkeit der Operation und hob die Professionalität und Koordination hervor, die das INTERPOL NCB Abuja-Team und ihre tschadischen Kollegen zeigten.
Disu betonte das Engagement der nigerianischen Polizeikräfte für die Nutzung internationaler Polizeimechanismen, um Flüchtlinge aufzuspüren und grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke zu demontieren. Dies beinhaltet die Verhinderung, dass Personen, die wegen schwerer Straftaten gesucht werden, Nigeria als sicheren Hafen nutzen. Der Fall unterstreicht die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Die erfolgreiche Rückführung von Abdoulaye zeigt, wie Zusammenarbeit zwischen Nationen zur Strafverfolgung von Kriminellen führen kann, die versuchen, rechtlichen Konsequenzen zu entgehen, indem sie sich über Grenzen bewegen. Solche Operationen erfordern sorgfältige Planung, Austausch von Informationen und Vertrauen zwischen verschiedenen Strafverfolgungsbehörden.
Die Polizei bekräftigte ihr Engagement für die Stärkung der Beziehungen zu internationalen Organisationen wie INTERPOL, um ihre Kapazitäten zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu verbessern und die Rechenschaftspflicht für diejenigen zu gewährleisten, die schwere Straftaten begehen. Dies beinhaltet nicht nur die Verfolgung von Flüchtigen, sondern auch die Verhinderung zukünftiger Vorfälle durch die Unterbrechung illegaler Aktivitäten, bevor sie auftreten.
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