Die Stadt Ceuta, die sich am nördlichsten Punkt Spaniens in der Nähe von Marokko befindet, kämpft mit einem Anstieg der unbegleiteten Migranten, die nach einem Massenzustrom am Wochenende in die Stadt eingetroffen sind.
Die Situation eskalierte stark, nachdem am 30. und 31. Juli Tausende von Migranten in Ceuta eingedrungen waren, von denen viele über Wasserübergänge entlang der Grenze zu Marokko ankamen. Laut lokalen Beamten beherbergt die Stadt derzeit 862 unbegleitete Minderjährige, obwohl die Behörden vermuten, dass es noch weitere Kinder auf den Straßen geben könnte. Sie gehen davon aus, dass die Zahl auf 1.000 steigen wird und haben die spanische Zentralregierung um mehr finanzielle Unterstützung gebeten, um die Krise zu bewältigen.
Alberto Gaitán, der für Minderjährige zuständige Leiter der städtischen Verwaltung, bestätigte, dass die Stadt intensiv daran gearbeitet hat, sicherzustellen, dass diese Kinder Nahrung, Kleidung und Unterkunft erhalten. Er stellte fest, dass einige jüngere Kinder bereits in geeignetere Unterkünfte verlegt wurden, ältere Minderjährige jedoch an vorläufigen Orten bleiben.
Gaitán betonte, dass die Reaktion der Stadt rasch war, da die Dienste ihre üblichen Bemühungen verdoppelten, um die Nachfrage zu decken. Der Umgang von Ceuta mit dieser Krise spiegelt seine langjährige Erfahrung mit Migrationswellen wider. In den letzten zwei Jahren hat sich die Stadt daran gewöhnt, eine große Anzahl von unbegleiteten Minderjährigen zu verwalten, die auf dem Seeweg ankommen.
Dieses Gesetz modifiziert das Organische Gesetz über Kindheit und Jugend, um solche Übertragungen zu erleichtern. Laut Gaitán begann die Stadt im vergangenen September mit diesem Verfahren und übertrug 655 Minderjährige erfolgreich auf das Festland. Anfang des Jahres hatte die Zahl der Minderjährigen in Ceuta 200 erreicht, aber der jüngste Anstieg hat die Zahl auf 862 erhöht. Die reguläre Kapazität der Stadt für die Unterbringung von Minderjährigen beträgt 29 Plätze, aber die aktuelle Auslastungsrate übersteigt 3.000 Prozent dieser Zahl. Diese überwältigende Nachfrage hat die lokale Regierung gezwungen, dringend Hilfe von der nationalen Verwaltung zu suchen.
In der Nachbarschaft von El Príncipe bleiben Hunderte von Minderjährigen ohne formelle Unterkunft, schlafen im Freien und verlassen sich auf Gemeinschaftsinitiativen für Grundbedürfnisse. Mohamed, ein 14-jähriger Junge, und seine Freunde Hicham und Fahmi, die vor wenigen Tagen aus Marokko angekommen sind, gehören zu denen, die auf offizielle Anerkennung und Unterstützung warten.
Ahmed Enfed-dal, Präsident eines Nachbarschaftsverbandes, betonte die Wichtigkeit, dafür zu sorgen, dass diese Kinder nach internationalen Standards behandelt werden. Er kritisierte den Mangel an angemessenen Einrichtungen und forderte sofortige Maßnahmen zum Schutz der Rechte der Minderjährigen. Seine Organisation registriert seit Dienstag Namen und Alter von Kindern, um die Behörden bei der Identifizierung und Unterstützung jedes Einzelnen zu unterstützen. Die lokale Regierung hat das Ausmaß des Problems anerkannt und festgestellt, dass die Zahl der Minderjährigen in Ceuta in den letzten Wochen dramatisch zugenommen hat.
Von diesen waren bereits etwa 750 vor dem jüngsten Zustrom angekommen, was darauf hindeutet, dass das System bereits über seine Grenzen hinaus gedehnt war.
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