Ein neuer Videomaterial zeigt einen tödlichen Erdrutsch, der Dutzende von Goldminenarbeitern in der Zentralafrikanischen Republik begraben hat und mindestens 49 Menschen tötete. Der Vorfall ereignete sich in der handwerklichen Goldmine Zamboye in der Präfektur Nana-Mambéré, etwa 50 Kilometer von Baboua entfernt, in der Nähe der Grenze zu Kamerun. Das Filmmaterial zeichnete den Moment auf, in dem der Boden nachgab und die Menschen, die sich in der Nähe des Geländes versammelt hatten, verschlang. Freddy Metchoubatchou, einer der anwesenden Bergleute, filmte den Zusammenbruch aus nächster Nähe und bot einen erschütternden Einblick in die Katastrophe. Der Erdrutsch ereignete sich am 18. August, wobei erste Berichte darauf hindeuten, dass mehrere unterirdische Tunnel zusammengebrochen sein könnten, was zur Tragödie führte.
Die Rettungsaktionen begannen sofort, aber der Fortschritt war aufgrund begrenzter Ressourcen und der instabilen Natur des Geländes langsam. Am 21. August suchten Rettungskräfte immer noch nach Überlebenden, obwohl die genaue Anzahl der Menschen unter der Erde unklar blieb. Die Mine wurde vorübergehend von den Behörden geschlossen, und eine gerichtliche Untersuchung wurde eingeleitet, um die Ursache des Zusammenbruchs zu bestimmen und mögliche Verstöße gegen die Bergbauregelungen, einschließlich illegaler Bergbaupraktiken und verdeckter Beschäftigung, zu beurteilen.
Sieben verletzte Personen wurden in ein Krankenhaus in Baboua gebracht. Lokale Quellen schätzen jedoch, dass die Zahl der Todesopfer deutlich höher sein könnte, wobei einige bis zu 100 Todesopfer behaupten. Viele Bergarbeiter sind noch immer vermisst, was Bedenken hinsichtlich des Ausmaßes der Katastrophe und der Wirksamkeit der laufenden Wiederherstellungsbemühungen auslöst.
Diese persönlichen Berichte unterstreichen die menschlichen Kosten der Katastrophe und die dringende Notwendigkeit verbesserter Sicherheitsmaßnahmen in der informellen Bergbauindustrie der Region. Die Rettungsmaßnahmen wurden am Donnerstag wegen der anhaltenden Instabilität der Mine und des Risikos von starkem Regen, der zu Überschwemmungen in Teilen des Geländes führte, eingestellt. Der Zugang zum Gebiet wurde eingeschränkt und die Sicherheit wurde durch den Einsatz von Personal der russischen paramilitärischen Gruppe Wagner erhöht. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Besorgnis um die Sicherheit des Geländes und die weiteren Risiken, die mit unregulierten Bergbauaktivitäten verbunden sind.
Der Vorfall hat die Diskussionen über die mangelnde Aufsicht im handwerklichen Bergbausektor der Zentralafrikanischen Republik neu entfacht. Der handwerkliche Bergbau ist eine wichtige Lebensgrundlage für Tausende, aber viele Standorte arbeiten ohne angemessene Sicherheitsprotokolle oder gesetzliche Durchsetzung. Die Zamboye-Mine, lokal als Moskau-RCA bekannt, ist eine große offene Mine entlang des Kadei-Flusses, der an die Grenze zu Kamerun grenzt. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich in der Vergangenheit, darunter ein tödlicher Zusammenbruch in der Be-Mbari-Goldmine in der Nähe der Grenze zu Kamerun im Juni, der Dutzende von Menschenleben forderte.
Zivilgesellschaftliche Aktivisten forderten eine stärkere staatliche Intervention zur Verbesserung der Sicherheitsstandards und zur Durchsetzung der bestehenden Vorschriften. Crescent Beninga, ein lokaler Aktivist, stellte fest, dass solche Tragödien nicht ungewöhnlich sind und fragte, ob sinnvolle Schritte unternommen wurden, um zukünftige Katastrophen zu verhindern. Der jüngste Zusammenbruch erhöht den Druck auf die Behörden, systemische Probleme innerhalb der Bergbauindustrie anzugehen und sicherzustellen, dass die Rechte und die Sicherheit der Arbeiter geschützt sind.
Da die Mine vorübergehend geschlossen ist und die Situation weiterhin instabil ist, erwartet die Gemeinde weitere Entwicklungen, die zu einer dauerhaften Veränderung der Verwaltung der Bergbaubetriebe in der Region führen könnten.
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