Der italienische Oberste Gerichtshof hob eine Entscheidung eines unteren Gerichts auf, die die Auslieferung der ehemaligen brasilianischen Abgeordneten Carla Zambelli nach Brasilien genehmigte. Die italienische Justiz fand Parteilichkeit in Entscheidungen des brasilianischen Obersten Bundesgerichtshofs (STF), insbesondere von Minister Alexandre de Moraes, der in mehreren Rollen innerhalb des Falles - Opfer, Ermittler und Richter - involviert war. Rechtsexpertin Fabiana Barroso erklärte, dass das italienische Gericht den Prozess aufgrund von persönlichem Interesse an der Angelegenheit für nichtig erklärte. Anfang dieses Jahres hatte das italienische Gericht bereits einen ersten Auslieferungsantrag im Zusammenhang mit der Verurteilung von Zambelli für das Hacken des Systems des Nationalen Justizrates (CNJ) abgelehnt. Der Journalist Luis Ernesto Lacombe kritisierte die Anhäufung von Rollen von Moraes, nannte es eine nationale und internationale Peinlichkeit und schlug vor, dass Reformen in Brasilien folgen könnten.
Tendenz-Einschätzung (Rechts): In dem Artikel werden die Handlungen des brasilianischen Obersten Gerichtshofs (STF) und des Ministers Alexandre de Moraes in einem negativen Licht dargestellt, wobei Begriffe wie "vergonha internacional" ("internationale Schande") verwendet und vermeintliche Interessenkonflikte hervorgehoben werden.






