Das Schiedsgericht für Sport hat entschieden, dass Russland wieder an der Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland teilnehmen darf. Damit wurde die bisherige Sperre aufgrund des Krieges in der Ukraine aufgehoben. Mehrere europäische Länder, darunter Finnland, Schweden und Österreich, haben angekündigt, Spiele gegen Russland aus Protest zu boykottieren. Die Schweiz hat sich diesem Boykott nicht angeschlossen und verweist auf Artikel 2 der Satzung des Schweizer Eishockeyverbands, der politische Unabhängigkeit und Neutralität vorschreibt. Der neue Verbandspräsident Marc Luthi hat seine Mitarbeiter angewiesen, bis zum Ende seiner ersten 100 Tage im Amt im Dezember 2026 öffentliche Äußerungen zu vermeiden. Der Verband betont, eine strikt neutrale Position einzunehmen, und erklärt, dass die Entscheidungen über die Umsetzung nun beim Internationalen Eishockeyverband (IIHF) liegen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt den Konflikt zwischen der sportlichen Selbstverwaltung und geopolitischen Protesten neutral dar und wägt dabei die rechtlichen Grundlagen für Inklusion mit den ethischen Argumenten für Exklusion ab, ohne eine der beiden Seiten zu bevorzugen.




