Die meisten Unfälle ereigneten sich in Manchester, Liverpool und Sheffield, wo private E-Scooter, die ausschließlich für den Einsatz auf privatem Grundstück bestimmt sind, häufig auf öffentlichen Straßen, Gehwegen und Fußwegen gefahren werden, obwohl solche Aktivitäten illegal sind. Die Mehrheit der verletzten Personen waren Jungen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren, wobei mehr als die Hälfte der Fälle, in denen Fahrer von den Geräten fielen, am häufigsten auf Arme und Beine gerieten, gefolgt von Kopf- oder Gesichtsverletzungen.
Ein kleiner Prozentsatz der Vorfälle beinhaltete Kollisionen mit Fahrzeugen, die zu schwereren Verletzungen führten. Ärzte und Forscher forderten strengere Gesetze und bessere Durchsetzung, um die wachsende Besorgnis zu beseitigen. Die Studie, veröffentlicht im Emergency Medicine Journal, analysierte Daten, die zwischen Januar 2019 und Dezember 2024 von drei Kinder-Traumazentren gesammelt wurden. Es stellte fest, dass 477 Kinder während dieses Zeitraums wegen Verletzungen im Zusammenhang mit E-Scootern behandelt wurden. Fast drei Viertel der betroffenen Kinder lebten in Gebieten, die als hoch benachteiligt eingestuft wurden, was darauf hindeutet, dass sozioökonomische Faktoren zu diesem Trend beitragen können.
Das Durchschnittsalter der Verletzten betrug 12 Jahre, wobei 95% der Verletzungen auf die Fahrer selbst und nicht auf Fußgänger zurückzuführen waren. 5% der Vorfälle ereigneten sich auf privaten Grundstücken. Trotz der Risiken trugen zum Zeitpunkt des Unfalls weniger als 2% der Kinder Helme. Private E-Scooter sind derzeit in Großbritannien aus öffentlichen Räumen verboten, mit Ausnahme von gemieteten Modellen, die in genehmigten Stadtversuchen verwendet werden.
Allerdings bleiben private E-Scooter unreguliert, was einige Experten dazu veranlasst, die aktuelle Situation als vergleichbar mit dem "wilden Westen" zu beschreiben, in dem viele Benutzer bestehende Gesetze ignorieren. Die Forscher betonten, dass das Fehlen obligatorischer Helmgesetze im Vereinigten Königreich im Vergleich zu anderen Nationen das Risiko schwerer Verletzungen verschärft. Die Ergebnisse haben zu Forderungen nach sofortigem gesetzgeberischem Handeln geführt. Experten argumentieren, dass Einzelhändler, Schulen, lokale Behörden und Verkehrssicherheitsorganisationen alle die Verantwortung für die Bewältigung des Problems teilen. Sie schlagen vor, dass klarere Leitlinien für die öffentliche Gesundheit, eine stärkere Durchsetzung bestehender Gesetze und die obligatorische Helmverwendung die Häufigkeit und Schwere von Verletzungen reduzieren könnten.
Darüber hinaus empfehlen sie den politischen Entscheidungsträgern, technische Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen auf privaten E-Scootern zu erwägen, um die Sicherheit zu verbessern. Einzelhändler sollten, so argumentieren sie, dafür verantwortlich gemacht werden, Kunden über gesetzliche Einschränkungen zu informieren und die Einhaltung von Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Das Department for Transport erkannte die Bedenken der Studie an und erklärte, dass die Ergebnisse "besorgniserregend" seien und Sympathie für die Verletzten auf britischen Straßen zum Ausdruck bringen. Beamte bestätigten, dass die Nutzung privater E-Scooter auf öffentlichen Plätzen, einschließlich Straßen, Gehwegen und Parks, illegal ist, insbesondere für Personen unter 16 Jahren.
Sie kündigten auch Pläne zur Einführung neuer Gesetze an, die darauf abzielen, den Einsatz von E-Scootern sicherer und regulierter zu gestalten. Dies beinhaltet Konsultationen zu potenziellen Anforderungen wie der obligatorischen Verwendung von Helmen und der Implementierung von Designänderungen zur Verbesserung der Benutzersicherheit. Die Studie unterstreicht eine breitere Herausforderung bei der Bewältigung des raschen Wachstums der E-Scooter-Nutzung, insbesondere bei jüngeren Bevölkerungen. Mit fast 500 verletzten Kindern seit 2019 und 59 Todesfällen im Zusammenhang mit E-Scootern, darunter 10 unter 18 Jahren, ist die Dringlichkeit effektiver Lösungen offensichtlich.
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