Die Eisenbahnunfall-Untersuchungsstelle (RAIU) veröffentlichte eine Sicherheitsberatung, nachdem sie zwischen April und Juni dieses Jahres vier derartige Vorfälle dokumentiert hatte und Bedenken hinsichtlich möglicher Verletzungen oder sogar Todesopfer hervorhob.
Die Vorfälle begannen am 15. Mai an der Stillorgan-Haltestelle auf der Luas Green Line, wo ein Teenager eine tiefe Gesichtsverletzung erlitt und sich an den Knien und Händen streifte, nachdem ihr Mantel in den Türen stecken geblieben war, als sie versuchte, in die Straßenbahn zu steigen. Sie rannte neben der bewegten Straßenbahn, bevor sie ihren Mantel losließ und ohne Wissen des Fahrers zu Boden stürzte. Die Rettungsdienste wurden benachrichtigt, und das Mädchen erhielt medizinische Behandlung in einem örtlichen Krankenhaus. Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 21. April an der Station Heuston, wo eine Fingerspitze eines Mannes zwischen den Türen gefangen wurde, als er versuchte, in die Straßenbahn zu steigen. Er rannte neben der Straßenbahn, bis der Fahrer die Störung bemerkte und das Fahrzeug anhielt.
Am 17. Juni hatte eine Hundebesitzerin an der Haltestelle in Tallaght an der Roten Linie mit einer ähnlichen Situation zu kämpfen. Ihr Hund war in die Straßenbahn gestiegen, aber sie folgte nicht schnell genug, was dazu führte, dass ihr Handgelenk in der Führung gefangen wurde. Sie wurde neben der Straßenbahn geschleppt, bevor sie sich schließlich befreite und auf die Plattform fiel. Die Passagiere alarmierten den Fahrer, der die Straßenbahn anhielt. Die Frau erlitt leichte Schnitte, lehnte jedoch medizinische Hilfe ab, während der Hund unversehrt blieb.
Die RAIU führte eine gründliche Untersuchung der Türschließmechanismen, der Hinderniserkennungssysteme und der Informationen, die den Fahrern und der Öffentlichkeit über den Straßenbahnbetrieb zur Verfügung gestellt wurden, durch. Es wurde festgestellt, dass die derzeitige Technologie, die in Luas-Straßenbahnen verwendet wird, Hindernisse nur erkennen kann, wenn es während des Schließens eine Lücke von mindestens 10 Millimetern zwischen den Türen gibt. Jeder der vier Vorfälle beinhaltete jedoch Hindernisse, die kleiner als dieser Schwellenwert waren, so dass die Türen geschlossen und gesperrt werden können, ohne die Sensoren auszulösen.
Die Einheit schlug vor, dass die Implementierung von erweiterten Hinderniserkennungs- und spezifischen Widerstandskenntechnologien solche Situationen möglicherweise verhindern könnte. Darüber hinaus betonte die RAIU die Bedeutung der Aktualisierung der Fahrerhandbücher, um die Notwendigkeit der Überprüfung von Plattformkameras und Spiegeln vor der Abfahrt zu betonen. Trotz des Vorhandenseins von Informationsstickern an den Türen der Straßenbahn, die die Passagiere warnen, sich zu entfernen, wenn sich die Türen schließen, wurden diese Maßnahmen als unzureichend eingestuft.
Untersuchungen des Vorjahres zeigten ein allgemeines Fehlen des Verständnisses in der Öffentlichkeit, wie Straßenbahntüren funktionieren, was dazu führte, dass viele in einem riskanten Verhalten unter dem Missverständnis verwickelt wurden, dass Straßenbahntüren ähnlich wie in Aufzügen oder Einzelhandelsumgebungen funktionieren.
Die Untersuchung ergab jedoch, dass die Bildqualität auf den Kamera-Displays einiger älterer Straßenbahnen unterdurchschnittlich war, was darauf hindeutet, dass CCTV-Systeme mit höherer Auflösung die Sichtbarkeit für die Fahrer verbessern und dadurch ihre Fähigkeit zur Identifizierung potenzieller Gefahren verbessern könnten. Die Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit technologischer Upgrades und verbesserter Kommunikationsstrategien, die darauf abzielen, das Bewusstsein der Fahrgäste zu erhöhen und einen sichereren Straßenbahnbetrieb zu gewährleisten.
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