Archäologen haben die zentrale Bühne der Großen Synagoge von Vilnius, Litauen, entdeckt, nachdem ein Gebäude aus der Sowjetzeit, das die Stätte bedeckte, abgerissen wurde. Die Synagoge, einst das geistige und kulturelle Zentrum der jüdischen Gemeinde von Vilnius, Heimat von 60.000 Juden vor dem Holocaust, wurde 1941 von den Nazis und später unter sowjetischer Herrschaft 1957 zerstört. Ausgrabungen ergaben die Bimah zusammen mit Teilen der Gebetshalle, der Frauengalerie, Terrassoböden, Sitzplatten und einer Tafel mit den Zehn Geboten. Diese Entdeckung ist der bedeutendste Fund seit Beginn der Ausgrabungen des Shulyfho-Komplexes im Jahr 2011. Unter der Leitung der Israel Antiquities Authority und litauischen Kulturorganisationen zielt die Arbeit darauf ab, die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Vilnius zu rekonstruieren, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt einen sachlichen Bericht über archäologische Entdeckungen im Zusammenhang mit einer historischen jüdischen Gemeinde in Vilnius vor, wobei der Schwerpunkt auf der kulturellen und historischen Bedeutung statt auf der politischen Ideologie liegt.




