Millionen von Fischen in der Schweiz sterben aufgrund von schweren Dürrebedingungen, was zu Notfallfischtranslokationen führt, um überlebende Populationen zu retten. Die Krise hat sich in den letzten zwei Monaten verschärft, da Flüsse und Bäche austrocknen und die Wassertemperaturen gefährlich hoch steigen. Fischarten wie Forelle, Graylings, Pikeperch und Bleak wurden tot in trockenen Flussbetten oder ersticken in überhitztem Wasser gefunden. Nur eine Handvoll verbleibender Gewässer bieten Zuflucht, und diese werden zu Schlachtfeldern für das Überleben. Behörden und Freiwillige arbeiten unermüdlich daran, Fische mit spezieller Ausrüstung in kühlere, reichhaltigere Abschnitte von Flüssen zu verlegen.
Die Situation hat sich entlang vieler Schweizer Flüsse und Bäche erheblich verschlechtert. In Gebieten, die einst von fließendem Wasser gefüllt waren, zeigt die heutige Landschaft nur Felsen, Sand und Kies. Dies ist besonders an der Emme-Fluss in der Berner Emmental-Region zu sehen, die als kritischer Lebensraum für Braunforellen dient. Lokale Fischereiinspektoren arbeiten mit Freiwilligen des regionalen Fischereivereins zusammen, um durch sogenannte Notfallfischtranslokationen zu retten, was sie können. Diese Bemühungen beinhalten die Verwendung von elektrischen Fischereiausrüstungen, um lebende Fische sanft zu fangen und sie in sicherere, kühlere Teile des Flusses zu bringen.
Allein in den vergangenen Wochen wurden mehr als 50.000 Fische im Emmental-Gebiet umgesiedelt. Freiwillige des örtlichen Fischereivereins sind kontinuierlich an dieser Arbeit beteiligt, oft unter schwierigen Bedingungen. Er stellte fest, dass die Situation so weit gekommen ist, dass die Emme bald ihren Status als lebensfähiger Fischlebensraum verlieren könnte. Die anhaltende Dürre bedroht nicht nur das unmittelbare Überleben einzelner Fische, sondern auch die langfristige Gesundheit ganzer Ökosysteme. Mit begrenzten Ressourcen und Personal kämpfen einige Kantone darum, groß angelegte Rettungsmaßnahmen durchzuführen.
David Bittner, Leiter des Schweizerischen Fischereiföderations, betonte, dass das Ausmaß des Problems koordinierte Maßnahmen in allen Regionen erfordert. Der Schweizerische Fischereiföderation warnt vor dem, was die schlimmste ökologische Katastrophe in der Geschichte des Landes werden könnte. Bittner berichtete über Sichtungen von Fischtoten im ganzen Land und beschrieb die aktuelle Situation als potenziell katastrophal, wenn die Dürre noch zwei Monate andauert. Er betonte, dass einige Kantone lokalisierte Rettungsaktionen durchführen, während anderen das notwendige Personal und die Mittel fehlen, um breitere Interventionen durchzuführen.
Diese Aktionen erfordern jedoch offizielle Genehmigungen der lokalen Fischereiaufsichtsbehörden, um sicherzustellen, dass sie verantwortungsvoll und legal durchgeführt werden. Freiwillige spielen bei diesen Bemühungen eine entscheidende Rolle und arbeiten oft zusammen mit Regierungsbeamten, um die Sicherheit und das Wohlergehen der Fische während der Verlegung zu gewährleisten.
Die lokalen Fischereiverbände dienen als wichtige Anlaufstellen für alle, die einen Beitrag leisten möchten, sei es durch direkte Beteiligung an Translokationen oder durch die Meldung von Anzeichen von Not unter den Wassertieren.
Wenn Personen toten oder kämpfenden Fischen begegnen, werden sie ermutigt, ihre Befunde sofort an die örtlichen Fischereiaufsichtsbehörden oder die Polizei zu melden.Diese Maßnahmen zielen darauf ab, zusätzlichen Schaden für bereits gefährdete Fischbestände zu minimieren.
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