In seiner Präsentation des Haushaltsplans 2027 am 17. September zog der französische Premierminister Sébastien Lecornu eine historische Parallele zum "Pompidou-Plan" von 1963 unter Premierminister Georges Pompidou. Der Plan von 1963 wurde in einer Zeit der wirtschaftlichen Instabilität durch hohe Inflation und weit verbreitete Streiks umgesetzt, mit dem Ziel, den Franken zu stabilisieren und die Preiserhöhungen durch strenge fiskalische Maßnahmen einzudämmen. Lecornu betonte diesen Bezug zu anderen historischen Modellen wie dem Pinay-Rueff-Plan von 1958, wobei er argumentierte, dass der Pompidou-Ansatz mit den aktuellen Bedürfnissen übereinstimmt, um ein prognostiziertes Defizit des BIP von bis zu 6,5% zu beheben. Der Plan von 1963 beinhaltete das Einfrieren der Preise, die Begrenzung der Kreditvergabe und die Reduzierung der öffentlichen Ausgaben, die alle darauf abzielten, die wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen ausgewogenen Vergleich zwischen der Haushaltsstrategie 2027 von Lecornu und dem Pompidou-Plan von 1963, wobei der Schwerpunkt auf der Wirtschaftspolitik liegt und keine der beiden Seiten offen favorisiert wird.






